Runder Tisch

Habinghorster wollen Image des Stadtteils aufpolieren

Habinghorst - Die Protagonisten setzen auf einen besseren Ruf und die Öffnung der Langen Straße von der B 235 aus. Doch ein Königsweg wurde Montagabend beim Runden Tisch der Bewegung Pro Bunte Lange Straße nicht gefunden.

Es ist der schlechte Ruf der Langen Straße, der ihnen Sorgen macht: Deshalb wollen die Protagonisten von Pro Bunte Lange Straße das Image unbedingt verbessern. Mohamed Moussa, Kopf der Bewegung von Anwohnern, Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden und Gründer des Vereins Basis, will da den Hebel ansetzen. Das verdeutlichte der Architekt beim vierten Treffen der Gruppierung Montagabend im Hotel Lumbini.

Gut besucht geht anders. 14 Leute sind da. Darunter Christel Sperz und Frank Julich von der FWI, Margita Gudjons von den Linken und auch Bernd Goerke. Moussa hatte den Habinghorster SPD-Ratsherren extra über Facebook eingeladen. Als Echo sozusagen, nachdem Goerke auf Moussas Kritik nach dem Ende des Projekts Soziale Stadt Habinghorst kritisch reagiert hatte.

Wie schlecht ist der Ruf?

Ist denn der Ruf der Lange Straße wirklich so schlecht? Die Anwohner und die Geschäftsleute, die an diesem Abend da sind, sind davon überzeugt. Ansonsten gibt es durchaus geteilte Meinungen. Moussa sagt: "Wir können mit anderen Quartieren gut mithalten." Er zählt die vielen Ärzte auf, Möbelläden, Restaurants und Imbisse auf der Langen Straße. Und er wird nicht müde, zu betonen, die Zusammenkunft oder auch die Initiative sei neutral, es gehe allein um die Sache. Also das Ziel, die Lange Straße nach vorne zu bringen.

"Die Aufenthaltsqualität jedenfalls ist viel besser geworden", sagt Goerke - neben den anderen Errungenschaften der Sozialen Stadt. "Erfolg erzielt man nur, wenn Anwohner und Gewerbetreibende an einem Strang ziehen", erklärt FWI-Mann Frank Julich.

Thema für einen Film

Wenn wie bei der Tischlein-deck-Dich-Aktion nur sechs Tische besetzt seien, sei das halt für Außenstehende nicht zu verstehen. Margita Gudjons stellte die Frage: "Warum sollten die Leute zur Langen Straße kommen?". Sicherlich auch ein Thema für einen Film, wie es Moussa mit dem Bürgerfernsehen vorschwebt.

Natürlich fehlten die Themen Parken und Öffnung der Straße für den Individualverkehr nicht. Die Öffnung, vor zwei Jahren im Rat abgeschmettert, bleibt ein heißes Eisen, das Pro Bunte Lange Straße weiter schmieden will. "Wenigstens probeweise für sechs Monate", sagt Moussa. Er kündigt ein Gespräch mit dem Bürgermeister an.

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