RVR-Aktion im Grutholz

500 Castrop-Rauxeler schlagen ihren eigenen Weihnachtsbaum

Castrop-Rauxel - Das vom RVR angebotene traditionelle Baumschlagen lockte am Sonntag etwa 500 Besucher in den Wald. Mit Säge gewappnet, konnten sie sich den schönsten Baum aussuchen.

Der RVR bot Interessierten am Sonntagmittag für drei Stunden die Gelegenheit, sich ihren eigenen Tannenbaum für das heimische Weihnachtsfest zu schlagen. Der Besucheransturm war groß, denn außer dem Baumschlagen gab es noch Leckereien vom Grill und nette Gespräche, die viele zum Verweilen einluden.

Jan und Jörg Teige waren extra aus Recklinghausen angereist, um im Castroper Grutholz einen Baum zu ergattern. In Dorsten wurden sie nicht fündig und in Recklinghausen selbst würde so etwas nicht angeboten, wie sie sagen. "Uns ist es wichtig, dass es ein regionaler Baum ist, denn die Umwelt liegt uns am Herzen", sagte Jörg Teige und setzte zum Baumschnitt an. "Man denke nur an den Baumtransport, wenn die Bäume von irgendwoher angeliefert werden. Und oft hört man in den Nachrichten, dass Tannenbäume mit Pestiziden belastet sind. Deshalb schlagen wir uns den hier lieber selbst", sagte er.

Jagd auf die Bäume

Nachdem die Posaunen erklungen waren, rief Matthias Kurz, Revierleiter des RVR, zur "Jagd in die Kultur" auf und wünschte alle Teilnehmern ein "frohes Weihnachtsschlagen". "Und wenn die Bäume nicht bezahlt sind", scherzte er am Ende seiner Worte, "fangen sie an zu stinken, wenn sie im Wohnzimmer stehen." Lautes Gelächter, das sich schnell in Tatendrang wandelte.

Insgesamt konnten sich die Besucher zwischen 2500 Fichten entscheiden, die laut Matthias Klar im Frühjahr 2012 aufgeforstet wurden. "150 Bäume wurden verkauft. Das heißt, dass wir für die nächsten zwei Jahre noch genug Bäume haben, um diese Aktion zu wiederholen", sagte der Revierleiter.

Die Qual der Wahl

Den richtigen Baum fand an diesem Nachmittag auch Maria Köppen-Schweer mit ihrem Mann Alfred Schweer. Sie hielten von Beginn an die Augen offen für eine lange, schmale Fichte für ihre Altbauwohnung. Nebenbei nahmen sie auch noch eine kleine Fichte für die Schwiegermutter mit. "Je größer die Familie wird, desto kleiner wird der Tannenbaum", sagte sie scherzhaft.

Familiär und traditionell wird es an Weihnachten auch bei den Langners zugehen. Lisa und Brigitte warten darauf, dass die Männer einen schönen Baum für die Familie aussuchen. "Daran kommt dann wieder der ganz traditionelle Weihnachtsschmuck noch aus den Kindergarten-Bastelzeiten", sagte Tochter Lisa Langner. Die beiden Frauen haben die Männer zum Baumaussuchen geschickt, da "mein Mann einfach ein besseres Auge bei der Auswahl der Tannenbäume hat", sagte Brigitte Langner. "Am besten nicht schräg, groß genug, von allen Seiten schick; eben wie gemalt."

Dieses Jahr ein schöner Baum

Sven Lemmert und sein Sohn Raik aus Becklem sind auch im Grutholz fündig geworden, waren sie zunächst durch Facebook auf die Aktion aufmerksam geworden. "Ist nicht einfach, den perfekten Baum zu finden. Letztes Jahr haben wir einen krüppeligen Baum mitgenommen, da die krüppeligen Bäume ja auch irgendwo unterkommen müssen", sagte Sven Lemmert mit einem Schmunzeln im Gesicht.

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