SPD-Fest

Drei Castrop-Rauxeler Bands rockten unterm Förderturm

Am Wochenende fand die 20. Auflage von Rock unterm Turm im Erinpark statt. Gleich drei Lokalmatadoren rockten die Bühne unter freiem Himmel.

Der Himmel war es, der das gefragte Musikevent Rock unterm Förderturm am Wochenende ein bisschen ausgebremst hat. Um 18 Uhr ging es am Freitag los im Erinpark. Dort, wo einst der Bergbau die Geschichte des Ruhrgebiets prägte, versammelten sich die Menschen, um Kultur zu erleben.

"Ist ganz schön schuppig heute", stellte Lisa Kapteinat, die Stadtverbandsvorsitzende der SPD, zu Beginn fest. Sie wünschte sich, dass sich die Leute noch mal an die goldenen Zeiten des Bergbaus erinnerten. Dabei hielt sich die Zuschauerzahl am Freitag in Grenzen. An den genialen Musikern von Dr. Soul lag es jedenfalls nicht, dass die Gäste sich ziemlich früh wieder auf den Heimweg machten.

"Es ist nur schade, dass nicht mehr los ist"

"Es ist richtig klasse, dass in Castrop so ein tolles Event stattfindet", sagte Marie Theres Schauer. "Es ist nur schade, dass nicht mehr los ist", bedauerte sie. Die Stimmung fand sie etwas mau. Die Band, die schon seit 40 Jahren zusammen rockt, schaffte es jedoch, die anwesenden Besucher zu begeistern. Sie ließen die Musik von Ray Charles und James Brown wieder aufleben. Viele Fans zogen ab 20 Uhr wieder in Richtung Ausgang. "Es ist einfach viel zu kalt", sagte Marie Eissing.

Noch ungemütlichere Bedingungen schickte Petrus am Samstag zum Erinpark. Zur Kälte kam auch noch der Regen. Kein Problem für "Gun Fire" und erst recht nicht für "Seven Cent". Die bekannten Castroper Bands rockten vor begeisterten Gästen. Stimmung: bestens! Ein dichtes Dach von Regenschirmen bedeckte den gesamten Platz vor der Bühne.

Am Samstag wurde die Stimmung immer besser

Von Beginn an feierte das Publikum die handgemachte Rockmusik der Cover-Rockband Gun Fire. Anders als am Freitag wurde es am Samstag immer voller. Seven Cent heizte dem Publikum ordentlich ein. Sänger Marc Stahlberg gab wieder alles. Vergessen waren Kälte und Regen. "Es könnten aber trotzdem ein paar mehr Leute hier sein", bemerkte Doris Spangenberg. Eilig hatte die Sozialpädagogin Pavillons aus dem Jugendzentrum BoGi?s besorgt, damit die Eingangskontrolle nicht im Regen stattfinden musste. Der Eintritt war kostenlos. Jedoch durften keine Glasflaschen mit auf das Eringelände genommen werden. "Es läuft richtig gut", bemerkte sie.

Anders als sonst saßen die Jugendlichen nicht auf den Hügeln, um dort Alkohol zu konsumieren. Nur vor der Bühne wurde kräftig gefeiert. Auch die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende der SPD, Gülsah Malkus-Peter, zeigte sich hochzufrieden. "Es gab keine Randale - nur richtig gute Stimmung". Kurz vor Ende der Veranstaltung organisierte Stahlberg noch eine Polonaise rund um den Förderturm.

Polizei schätzt bis zu 700 Gäste am Samstag

Nach Einschätzung der Polizei waren rund 700 Gäste auf dem Platz, wobei am Freitag nur 200 Personen gezählt wurden.

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