Städtepartnerschaften

Sportfest mit Partnerstädten im Sommer 2019 in Castrop-Rauxel geplant

Ärger über einen FDP-Antrag in der Stadtverwaltung: Nie habe man Partnerstädte aus den Augen verloren, heißt es in einem offenen Schreiben. Enthalten ist auch ein großer Plan für den Sommer.

"Die Stadtverwaltung und die Städtepartnerschaftsbeauftragte haben nicht resigniert, sondern agieren im Rahmen der von der Politik - also auch von der FDP - vorgegebenen finanziellen Mittel": Mit diesen Worten antworten Bürgermeister Rajko Kravanja und die Städtepartnerschafts-Beauftragte Edith Delord auf den Antrag der FDP, die Städtepartnerschaften zu hinterfragen.

Zu keiner Zeit habe die Europastadt ihre europäischen Partnerstädte aus den Augen verloren. "Im Gegenteil: Alle Castrop-Rauxeler Bürgermeister haben sich stets für den europäischen Gedanken eingesetzt", so Kravanja und Delord weiter.

Anlass des Antrags der FDP für den Rat war ein Bericht unserer Zeitung über die brüchig gewordene Städtepartnerschaft zwischen Castrop-Rauxel und Wakefield: Hier ist außer ein paar persönlicher Kontakte nicht viel geblieben. Im englischen Wakefield stimmten beim Referendum fast zwei Drittel der Wähler für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

"Die Kontakte sind hervorragend"

Die Stadtverwaltung stehe im ständigen Dialog mit den Partnerstädten. Sie zählt im Schreiben Begegnungen mit Menschen aus Vincennes und Kuopio, Nowa Ruda und Zehdenick sowie den beiden jüngsten Partnern Trikala und Zonguldak auf. "Die Kontakte zu diesen neuen Partnerstädten sind hervorragend, auch wenn es aus finanziellen Gründen nicht zu allzu vielen Besuchen kommt", heißt es.

Mehr noch: Aktuell würden alle Partnerstädte zu einem internationalen Sportturnier im Sommer 2019 nach Castrop-Rauxel eingeladen. "Details für die Öffentlichkeit gibt es zeitnah, sobald die Anmeldefrist für die Partnerstädte abgelaufen ist", so Delord.

Anlass ist das 70-jährige Bestehen der europäischen Kontakte, angefangen damals zu Wakefield. Seit Jahrzehnten gebe es die Stelle der Städtepartnerschaftsbeauftragten. "Hier laufen alle internationalen Fäden zusammen und werden im Rahmen der zeitlichen und finanziellen Möglichkeit engagiert durchgeführt."

Wunschliste: Zwei weitere Stellen, mehrsprachiges Sekretariat

Das Schreiben endet mit einer Wunschliste mit der Anmerkung "wenn man Wünsche äußern dürfte": Natürlich wäre es eine wunderbare Maßnahme, wenn außer der zurzeit vorhandenen 50-Prozent-Stelle für Städtepartnerschaften zwei weitere Stellen eingerichtet werden könnten. "Ein mehrsprachiges Sekretariat wäre wünschenswert, genauso wie eine geschulte Person für die Abwicklung von Fördermaßnahmen und eine Verdoppelung des Haushaltsansatzes für internationale Begegnungen, damit die Programmgestaltung für zusätzliche Gästegruppen in Castrop-Rauxel, für Jugend- und Sportbegegnungen und die damit verbundenen Quartiere und Mahlzeiten finanziert werden könnten." Hier sei die Politik gefordert, die dafür notwendigen Bedingungen zu schaffen.

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