Städtischer Haushalt

Das Jobcenter erstattet der Stadt Castrop-Rauxel 1,34 Millionen Euro

Castrop-Rauxel profitiert wie die anderen Städte im Kreis Recklinghausen vom stabilen Arbeitsmarkt. Die Stadt kann sich über die zweithöchste Summe aus dem 10-Millionen-Euro-Topf freuen.

Das Jobcenter Kreis Recklinghausen entlastet die zehn kreisangehörigen Städte nach einem erfolgreichen Jahr 2018 erneut, wie schon im Vorjahr, bei den Sozialausgaben. Das teilte jetzt der Kreis mit. Unter anderem die stabil gute Entwicklung des Arbeitsmarktes ermögliche es dem Jobcenter demnach, die Zahl der Bedarfsgemeinschaften weiter zu senken. Insgesamt erstatte das Jobcenter den zehn kreisangehörigen Städten anteilig 10 Millionen Euro. Für Castrop-Rauxel geht es dabei laut Kreis um 1,34 Millionen Euro, über die sich die Stadt freuen kann.

2018 brachte das Jobcenter mehr Frauen und Männer in Arbeit, als im bereits sehr erfolgreichen Vorjahr 2017. Damit sank die Zahl der Menschen, die einen Anspruch auf die von den Städten getragene Übernahme der Miet- und Heizkosten haben.

Es gibt weniger Bedarfsgemeinschaften

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, die auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende angewiesen sind, ging im Jahr 2018 nach Aussage von Jobcenter-Leiter Dominik Schad insgesamt zurück von ehemals 38.369 (Jahr 2017) auf nun noch 37.101.

Die Zahl der Menschen mit Fluchthintergrund, die Anspruch auf SGB II-Leistungen haben, ist leicht gestiegen. "Für die Zugewanderten übernimmt allerdings der Bund die Kosten der Unterkunft in voller Höhe. Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften, bei denen die Städte diese Kosten zum überwiegenden Teil tragen, haben die Mitarbeitenden des Jobcenters in allen zehn Bezirksstellen im letzten Jahr um gut 1300 reduziert", sagt Jobcenter-Leiter Dominik Schad.

Die weiterhin positive Entwicklung zeige, "dass eine Verbesserung der Situation der auf die Grundsicherung angewiesenen Menschen im Kreis umgehend in den Städten zu einer spürbaren finanziellen Entlastung bei den Sozialausgaben führt", so Dominik Schad. "Davon können jetzt, mit dem vorläufigen Rechnungsergebnis für 2018, alle kreisangehörigen Städte profitieren."

Aufwendungen für die Unterkunftskosten werden wahrscheinlich nicht sinken

Auch für das Jahr 2019 wird der Bund die Unterkunftskosten für Leistungsberechtigte mit Fluchthintergrund tragen. "Für die vor allem durch die Sozialausgaben belasteten kommunalen Haushalte ist es aber unabdingbar, dass der Bund diese Kosten auch für die Folgejahre 2020 und 2021 weiter in voller Höhe übernimmt", sagt Kreisdirektor Roland Butz. Die Zahl der Flüchtlinge, die Anspruch auf SGB II-Leistungen haben, steige weiterhin. Die Integration in eine auskömmliche Beschäftigung sei schwierig und brauche Zeit. "Es ist nicht zu erwarten, dass die Aufwendungen für die Unterkunftskosten hier absehbar sinken werden", sagt Roland Butz: "Der Bund muss seine Zusicherungen gegenüber den Kommunen einhalten."

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