Stelle wird ausgeschrieben

Stadtverwaltung sucht einen Nachfolger für Heiko Dobrindt als Technischer Beigeordneter

Die Stellenausschreibung liest sich wie ein Stadtmarketing-Schreiben. Dabei wird ein Technischer Beigeordneter gesucht. Heiko Dobrindt geht in den Ruhestand. Wer wird sein Nachfolger?

Heiko Dobrindt ist im Dezember 65 Jahre alt geworden und geht Ende Juli. Seine Amtszeit als Wahlbeamter läuft zwar noch bis Ende dieses Jahres, er kann aber früher in den Ruhestand gehen. Nun wird seine Stelle ausgeschrieben.

"Nicht dazwischen, sondern mittendrin", heißt es im Ausschreibungs-Entwurf. Die grüne Stadt zwischen Dortmund und Bochum in der Nähe von Münsterland und Sauerland, so der Vorspann weiter. Und: "Von der Kohle zur innovativen Stadtgesellschaft". Familienfreundlichkeit, Lebensqualität, Freizeitwert und eine ideale Infrastruktur sind hervorgehoben. Die Förderung neuer Impulse und Innovationen zeichneten Castrop-Rauxel aus. Moderne Wohn- und Gewerbegebiete "sowie zahlreiche Anlagen zur nachhaltigen

Energiegewinnung zeugen von der Aufbruchsstimmung", heißt es.

Stabstelle Stadtentwicklung geht zurück zum TBG

Die Stelle wird attraktiver, als sie es gerade ist: Die Stabstelle Stadtentwicklung wird vom Bürgermeister aufgelöst und geht zurück in die Verantwortung des TBG. Neben den eher trockenen Themen Bauplanung und Bauordnung hängen mehr Gestaltungsmöglichkeiten daran. "Es braucht mehr Attraktivität, um geeignete Bewerber zu finden", sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. Strategische Fragen würden aber ohnehin in der Verwaltungsspitze besprochen.

Nach Einschätzung von Kravanja wird die Nachbesetzung nicht so ganz einfach. Zwar verdient der neue TBG nach der Besoldungstabelle NRW im Jahr rund 88.000 Euro, etwa 7200 Euro im Monat - Besoldungsstufe B2. Aber im Vergleich zu Stellen in ähnlich gehobener Position bei großen Unternehmen oder ähnlichen Positionen in den großen Nachbarstädten sei das immer noch wenig. Führungspositionen zu besetzen wird nach seiner Einschätzung ohnehin immer schwieriger.

Parteipolitische Farbenlehre soll keine Rolle spielen

Bei dieser Position handelt es sich um ein Wahlamt für acht Jahre. Die politische Farbenlehre sei hier nicht relevant: Dobrindt wurde zwar damals auf ein SPD-Ticket gewählt, aber mit Regina Kleff (SPD) und Michael Eckhardt (CDU) auf den vergleichbaren Positionen im Rathaus sei man ausgewogen besetzt. "Heiko Dobrindt ist parteipolitisch neutral", so Kravanja. Er wünsche sich zwar "einen politischen, aber keinen parteipolitischen Beigeordneten. Jemanden mit einer eigenen Idee, wie man Castrop-Rauxel ins Jahr 2030 führt, der Kontakte nach Düsseldorf pflegt und wissen muss, wie man sich mit Kollegen in Nachbarkommunen vernetzt".

Der Stadtrat beschließt die Stellenausschreibung in dieser Woche. Die Bewerbungsfrist endet am 17. März. Die Bewerber werden den Fraktionen zugeleitet. Bei der Sitzung am 4. Juli soll die Wahl laufen.

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