Treffen am Schiffshebewerk

Star Wars Fans begeistern mit tollen Kostümen

Henrichenburg - Am Sonntag lud der Star Wars Fan-Club "Krayt-Riders" zum Treffen am Schiffhebewerk in Henrichenburg ein. Die Besucher bekamen eine Ausstellung von Modellfahrzeugen aus den Filmen zu sehen oder konnten einen Workshop für Lichtshwertkampf besuchen. Die Mitglieder der "Krayt-Riders" standen aber auch für Fotos zur Verfügung und erzählten die Geschichten zu ihren aufwendig gestalteten Kostümen.

Wenn in der Maschinenhalle des Schiffshebewerks in Henrichenburg X-Wing und Tie-Fighter Sternenjäger durch die Räume fliegen, Lichtschwerter in allen Farben geschwungen werden und Jedis mit Sith-Kriegern zusammen für Fotos bereitstehen, kann das nur eins bedeuten: Die "Krayt-Riders" sind zu Gast. Zum dritten Mal lud der Fanclub aus Dortmund um Leiter Marco Machate am Sonntag zum Treffen für Fans der Weltraumsaga ein. "Bereits zum Start um 10 Uhr standen die Leute am Eingang Schlange", sagt Machate.

Neben den ausgestellten Modellen von Fahrzeugen aus dem Star-Wars-Universum und einem Workshop im Lichtschwertkampf für Kinder waren die Mitglieder der Krayt-Riders in ihren aufwendig gestalteten Kostümen der größte Blickfang der Veranstaltung.

Wenn der Kopfgeldjäger Boba Fett zum Vorbild wird

Unter ihnen der Castrop-Rauxeler Marcel Schmalz. Im normalen Leben bei der Stadt beschäftigt, schlüpft er in seiner Freizeit in die Rolle eines mandalorianischen Kopfgeldjägers. Der bekannteste Vertreter dieser martialisch auftretenden Bösewichte ist der Charakter Boba Fett, der in den Filmen der Originaltrilogie Han Solo jagte. "Ursprünglich wollte ich Fetts Kostüm nachbauen, aber weil das sehr beliebt ist, wäre ich auf Fantreffen nur einer von ganz vielen gewesen", sagt Schmalz. Also hat er sein Kostüm selbst weiterentwickelt, den Körperpanzer neu lackiert, den Helm nach seinen eigenen Vorstellungen modifiziert.

"Am ursprünglichen Kostüm habe ich so um die zwei Monate gearbeitet", erzählt Schmalz. Das Grundmaterial dazu könne man im Internet bestellen. Man müsse aber manchmal ganz schön suchen. "Finde mal knallrote Lederhandschuhe für einen Mann. Das ist echt schwierig", wirft der als Leibwache des Imperators in ein langes rotes Gewand gekleidete Nico Pieruz aus Dortmund ein. Da brauche man manchmal einfach ein wenig Glück.

Technisch aufgerüstet mit Stimmenverzerrer

Auch technisch sind die Kostüme der sogenannten Cosplayer mitunter sehr detailreich gestaltet. Marcel Schmalz etwa klingt unter seinem Helm nicht dumpf sondern wirklich, als wenn er von einem anderen Stern käme. Er hat nicht nur fünf rot blinkende Leuchtdioden in den Brustpanzer eingearbeitet, sondern auch einen Stimmenverzerrer. "Den habe ich mit einem Kumpel zusammen am Freitag extra noch für heute eingebaut." Wie viel Zeit und Geld er in das Kostüm gesteckt hat, weiß er selbst nicht mehr. "Das kann man auch schlecht beziffern", sagt Schmalz. Allerdings weiß er noch, dass der Rohling für den Helm mit 150 Euro zu Buche geschlagen hat. Alleine anziehen kann er sein Outfit übrigens nicht. "Beim Anlegen der Oberkörperpanzerung brauche ich Hilfe von einem Freund. Es dauert gut 15 Minuten, bis ich alles angezogen habe."

Auch Alexander aus Datteln hat sich viel Mühe bei der Gestaltung seines Kostüms und der Figur dahinter gegeben. Er spielt einen Sith-Soldaten in der Ausbildung, der auf dem Planeten Korriban stationiert ist. "Inspiriert dazu hat mich der Schauspieler Barry Holland, der in den Filmen einen Leutnant des Imperiums gespielt hat", sagt Alexander. Seine Uniform hat er von einem Bekannten geschenkt bekommen. Die Dienstmarke und auch das Lasergewehr dazu hat er so gestaltet, dass es zu seiner Figur und in das Star-Wars-Universum passt. "Ich fahre auch auf größere Fantreffen, aber hier im Schiffshebewerk gefällt mir der kleinere und privatere Rahmen sehr gut", sagt er.

Marco Machate ist sich unterdessen sicher: "Wenn es klappt, kommen wir nächstes Jahr wieder."

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