Trickdiebe

Falsche Polizisten und angebliche Helfer bestehlen Senioren in Dorf Rauxel

Gleich zwei Mal, auf der Bergstraße und der Pfälzer Straße, haben am Mittwoch Trickdiebe zugeschlagen. Die Täter hatten es auf Senioren abgesehen - die Maschen waren ganz unterschiedlich.

Zunächst bekam ein älteres Ehepaar an der Bergstraße gegen 8.30 Uhr Besuch. Es klingelte an der Tür, davor standen dann drei angebliche Polizeibeamte. Die Männer gaben vor, die Wohnung durchsuchen zu müssen, weil dort illegale Pistolen vermutet würden. Um ihrer Autorität Nachdruck zu verleihen, legten sie dem Ehepaar ein echt aussehendes Schreiben des Amtsgerichts vor, auf dem die realen Personendaten des 92-Jährigen standen. "Die hatten sie möglicherweise aus dem Telefonbuch", sagt Polizeisprecher Michael Franz.

Während einer der Männer bei dem Ehepaar blieb, durchsuchten die beiden anderen Männer die übrigen Räume. Als das Trio wieder abgerückt war - natürlich ohne Pistolen gefunden zu haben - bemerkte das Ehepaar, dass Bargeld und Schmuck gestohlen wurde.

Die Täter werden so beschrieben:

Wie erkennt man einen echten Polizisten?

"Das ist eine sehr schwierige Situation", sagt Franz zu der Frage, wie man die Täter möglicherweise hätte entlarven können. Man könne sich den Dienstausweis der Polizisten zeigen lassen. Der sei, wie der Personalausweis, im Checkkartenformat. "Die älteren sind grün, die neueren blau hinterlegt", so Franz. Das Foto dürfe nicht aufgeklebt, sondern müsse aufgedruckt sein. Sowohl der grüne als auch der blaue Ausweis verfügen auf der Rückseite über Blindenschrift. Auch Rückfragen, etwa nach der Dienststelle, können helfen einen Betrüger zu erkennen. Amtliche Schreiben des Gerichts hätten immer einen Stempel und trügen die Unterschrift eines Richters.

Angebliche Helferin öffnet Wohnungstür

Am gleichen Tag wurde eine 92-jährige Frau auf der Pfälzer Straße Opfer eines anderen Trickdiebstahls. Die Seniorin wollte gegen 14.20 Uhr ihre Wohnungstür aufschließen. In diesem Moment nahm ihr eine Frau den Schlüssel aus der Hand und schloss auf. "Sie hat wohl vorgegeben, der Frau helfen zu wollen", sagt Polizeisprecher Michael Franz. In der Wohnung verwickelte sie die 92-Jährige dann in ein Gespräch. Währenddessen hörte die Seniorin, wie Türen auf- und zugemacht wurden, dachte sich aber nichts weiter dabei.

Wenig später sah eine Nachbarin drei Frauen, die fluchtartig das Haus verließen und mit einem silbernen Auto wegfuhren. Als sich die beiden Nachbarinnen unterhielten, schöpften sie Verdacht. Die 92-Jährige schaute daraufhin in ihrer Wohnung nach und stellte fest, dass Gold- und Perlenschmuck fehlte.

Die drei Tatverdächtigen werden wie folgt beschrieben:

Die Polizei rät dazu, auf keinen Fall Fremde in die Wohnung zu lassen. Gerade Gutgläubigkeit öffne den Tätern oft die Türen, sagt Michael Franz.

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