Unfall an der A2

Schweinelaster kippte in der Kurve auf die B235 - 15 Tiere büxten kurz mal aus

Sie ist gerade um diese Uhrzeit viel befahren: die B235 in Henrichenburg an der A2. An diesem Montag aber waren ab 16.30 Uhr Schweine auf der Straße unterwegs.

Ein mit 85 Schweinen beladener Viehtransporter hat Montagnachmittag für Verkehrsprobleme in Henrichenburg gesorgt. Beim Abbiegen von der A2 in die Hebewerkstraße Richtung Datteln war der Anhänger des Viehtransporters gegen 16.20 Uhr auf die Seite gestürzt. Der Fahrer blieb unverletzt.

Schweine behinderten den Verkehr

Wie die Polizei mitteilte, entstand dadurch ein Loch in der Deckenverschalung des Aufliegers. 15 Schweine nutzten die Möglichkeit zur Flucht in die Freiheit. Diese Flucht endete aber nur wenige Meter weiter: Die Schweine blieben in Sichtweite der Unfallstelle stehen und behinderten nur einigermaßen penetrant den Verkehr auf der Bundesstraße.

Die Polizei, die mit sechs Streifenwagen zur Sicherung der Unfallstelle anrückte, rief die Feuerwehr und das Veterinäramt des Kreises Recklinghausen dazu. "Wir haben die Schweine mit Steckleitern eingepfercht", erklärte Feuerwehrsprecher Heiner Holtkotte, "sie wurden anschließend mit einem anderen Viehtransporter abtransportiert."

Veterinäramt tötete drei Schweine

Durch den Aufprall beim Umkippen des Lastwagens hatten sich drei weitere Schweine schwer verletzt. Die Veterinäre töteten sie sachgerecht, wie die Polizei mitteilte. Über die Unfallursache gibt es bislang keine Erkenntnisse. Holtkotte: "Wenn Tiere transportiert werden, kann immer etwas passieren, beispielsweise, wenn plötzlich alle auf eine Seite rennen."

Mit zwei Kranwagen wurde am Abend der Viehtransporter wieder aufgerichtet. Durch die Bergungsarbeiten entstanden lange Staus auf der Bundesstraße. Die Autobahnabfahrt blieb bis in den Abend hinein über Stunden gesperrt.

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