Vandalismus

Castroper Stadtgarten war wieder einmal komplett vermüllt

Klaus-Dieter Wagner fand bei einem Spaziergang mit Hund und Enkeln keine schöne Bescherung vor. Für den EUV leider keine ungewöhnliche Nachricht.

Diesen Ausflug in den Stadtgarten an der Glückaufstraße wird Klaus-Dieter Wagner lange Zeit nicht vergessen. Mit Hund "Elmo" und seinen beiden Enkeln (2 und 4 Jahre) wollte er vor einer Woche einen schönen Spaziergang durch den Park in Castrop unternehmen. Der wurde allerdings alles andere als schön.

Überall Müll, verschmutze Bänke, kaputte Papierkörbe

Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung: "Jede Rasenfläche und jede Parkbank waren mit Bergen von Müll eingedeckt. Pappbecher, Schnapsflaschen, leere Pizzakartons, Scherben und Altpapier lagen herum." Auf den verschmutzten Bänken habe niemand mehr sitzen können. Und sogar Papierkörbe waren aus der Verankerung gerissen worden.

Klaus-Dieter Wagner, der einst bei der Stadtverwaltung gearbeitet hat, fragt sich: "Was für eine Kinderstube haben die genossen, die das gemacht haben?" Zumal der Erholungswert der Parkanlagen durch solche Ereignisse gegen Null gehe - zumal sogar Spielplätze zwischenzeitlich nicht nutzbar seien.

Jeder neue Mülleimer kostet den EUV 120 Euro

Sabine Latterner, Vorstandsreferentin des EUV Stadtbetriebs, kommentiert das auf Anfrage so: "Der Stadtgarten ist kein spezieller Fall. Wir haben ein grundsätzliches Problem hinsichtlich der Verschmutzung im gesamten Stadtgebiet." Eine Unsitte komme aber vermehrt auf: das Abtreten von Papierkörben. Dadurch entstünden erhebliche Kosten. Die Erneuerung eines Papierkorbes koste beispielsweise jedes Mal 120 Euro, inklusive Personalkosten. Sabine Latterner berichtet weiter: "Die neuralgischen Stellen, die immer wieder verschmutzt werden, werden von den Kolleginnen und Kollegen regelmäßig kontrolliert."

Nicole Fulgenzi vom Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung sagt: "Es gibt immer wieder Phasen im Jahr, in denen es mehr oder weniger Vorkommnisse mit Vermüllung gibt." Über die von Bürgern über die Cas-App gemeldeten Fälle habe der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen einige Daten. Diese ließen darauf schließen, dass die Hochsaison für die Vermüllung von Grünanlagen und Spielplätzen eigentlich der Juni sei. Aber zeitliche "Ausrutscher" gibt es, wie Klaus-Dieter Wagner im Stadtgarten erlebt hat.

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