Warnstreik im öffentlichen Dienst

Gewerkschafter wollen starkes Signal senden

Castrop-Rauxel - Die Gewerkschaften haben aufgerufen, am Dienstag die Arbeit für einen Tag nieder zu legen. In Castrop-Rauxel werden vor allem die Müllabfuhr, Kitas und der Bus-Verkehr betroffen sein.

Die Gewerkschaften wollen mit dem Warnstreik ein deutliches Zeichen setzen, dass sie so nicht mit den Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst von den Arbeitgebern umgegangen wissen wollen. Die ersten beiden Runden waren aus Gewerkschaftsseite völlig unbefriedigend. Nach den Osterferien gibt es eine dritte Runde. "Wir wollen mit dem Warnstreik heute zeigen, dass wir es ernst meinen und ein starkes Signal setzen", sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Bastian Prange.

Bei der Stadtverwaltung gebe es einen Organisationsgrad von 65 Prozent, weiß Prange. Ausreichend, um auch längerfristig protestmäßig etwas auf die Beine stellen zu können. Es gilt, dass die Tarifbeschäftigten von Stadtverwaltung und EUV-Stadtbetrieb heute ganztägig zum Warnstreik aufgerufen sind. "Beim EUV", sagt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi, wird das bei Müllabfuhr, Sperrmüllabholung und Straßenreinigung spürbar sein."

Gleichwohl versuche der EUV, die vorgesehenen Touren zu besetzen. Hier gilt: Abfalltonnen wie gewohnt rausstellen (falls sie wie die graue oder braune Tonne nicht ohnehin abgeholt werden). Der Recyclinghof in Pöppinghausen, bei dem gestern Mittag die kostenlose Grünschnittaktion für Privatbürger angelaufen ist, ist normal geöffnet.

Drei Notgruppen für Kitas

Die städtischen Kindertageseinrichtungen arbeiten heute noch gezielter zusammen, um Notgruppen anbieten zu können. Ansprechpartner für die Notgruppen ist die jeweilige Leitung. Die Plätze sind für Eltern mit dringendem Bedarf einer Betreuung vorgesehen. Ein wesentliches Kriterium ist dabei die Berufstätigkeit. Notgruppen gibt es im Norden der Stadt in der Villa Kunterbunt (Zechenstraße), wo auch Kinder aus der Kita Lummerland betreut werden. Die Notgruppe im Mikado auf Schwerin steht auch Kindern aus dem Swabedoo offen. Die Ökoinsel in Frohlinde bietet ebenfalls eine Notgruppe an.

Bestattungen auf kommunalen Friedhöfen werden laut Stadt wie festgesetzt stattfinden. Bei den Bussen fährt heute nichts. Vestische, HCR, Bogestra und DSW 21 verkehren nicht. Auch nicht mit Ersatzfahrzeugen, erklärt Britta Heydenbluth (DSW).

Bei der Stadt ist übrigens die Erhöhung von einem Prozent der Personalkosten in den Etat eingestellt. Das entspricht rund 384.000 Euro. "Wir wissen, dass das immer ein Risiko ist", sagt Kämmerer Michael Eckhardt. Der Personalkostenbereich habe an sich einen sehr großen Spielraum. "Unter drei Prozent wird es wohl keinen Abschluss geben", erklärt Michael Eckhardt.

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