Wochenmarkt

Über 1300 Bürger stimmten für alten Standort auf dem Marktplatz

Das Standort-Thema des Wochenmarkts in der Altstadt lebt weiter: Altstadtapotheker Winfried Radinger übergab 1300 Unterschriften an Bürgermeister Rajko Kravanja. Und nun?

Am Donnerstagmittag hat Altstadtapotheker Winfried Radinger den gebündelten Bürgerwillen von über 1300 Unterzeichnern im Rathaus an Bürgermeister Rajko Kravanja übergeben. Radinger hatte als Privatmann und Verfechter des alten Standorts auf dem Markt in diesem Sommer unter der Devise "Der Wochenmarkt gehört auf den Marktplatz" viel positive Resonanz erfahren und festgestellt, dass das Thema bei vielen sehr emotional besetzt sei. "Ich wollte mit dieser Aktion ein Stimmungsbild einfangen", sagte Radinger.

Seiner Aktion schlossen sich Lotto Behring, Jens Reiter, Ulrich Borgerding und die Strumpfvitrine an.

Radinger: Befragung ist durchaus relevant

"Diese informelle Befragung", argumentierte Radinger beim Bürgermeister-Besuch, "ist umso relevanter, vergleicht man sie mit der Ende 2016 durch den EUV vorgenommenen Abfrage, an der sich rund 1000 Bürger beteiligten." Hochgerechnet auf 74.000 Einwohner entspreche das 1,35 Prozent. Ein Anteil, der offiziell als repräsentativ bezeichnet wurde, wie Radinger erinnerte. Der thematisierte auch, dass rund 70 Prozent der Teilnehmer im Internet abgestimmt hätten, eben nicht die Klientel, die zu den treuesten Marktbesuchern zähle. Und nun, was tun mit den Unterschriften? Radinger würde sich wünschen, dass sie für die Politik respektive den Stadtrat Anstoß sind, erneut über den Standort nachzudenken.

Kravanja: In drei Jahren noch einmal nachschauen

Kravanja sagte zu, die Botschaft in die Fraktionen weiterzugeben und auch das entsprechende Schreiben Radingers dazu. "Ich wiederhole mich an dieser Stelle aber auch noch mal gerne und sage, in dieser Sache gibt es kein richtig oder falsch", sagte Kravanja. Alle Beteiligten hätten sicherlich ein Stück weit mit ihrer Argumentation recht. "Lasst uns in drei Jahren einen Strich drunter ziehen und dann noch mal drauf schauen", so Kravanja.

Vor der Sommerpause hatte der Rat noch einmal heftig über das Thema gestritten und den Standort in der Fußgängerzone festgezurrt. FDP-Fraktionschef Nils Bettinger sagte im Gespräch bei Kravanja: "1300 Unterschriften sind eine Bank." Beleg dafür, dass die FDP nicht alleine mit ihrer Meinung gewesen sei.

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