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Vom Aussterben bedroht: das "Rote Höhenvieh".

Projekt von Straßen.NRW

"Rotes Höhenvieh" kommt mit Verspätung an den Emscherschnellweg

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Warum das Umweltprojekt mit der bedrohten Rinderrasse auf Frühjahr 2020 verschoben werden muss

Autofahrern auf dem Emscherschnellweg (A 42) bietet sich bald eine ungewöhnlicher Anblick: eine stattliche Rinderherde. Und eine seltene noch dazu: Auf einer Weide zwischen den Städten Herne und Castrop-Rauxel soll bald eine bedrohte Rinderrasse angesiedelt werden – das „Rote Höhenvieh“. 

Noch ist nicht genug Futter da

Eigentlich sollten die ersten sechs Exemplare noch in diesem Herbst angesiedelt werden. Doch jetzt sorgt der heiße und trockene Sommer für einen Aufschub, wie der Projektträger Straßen.NRW am Donnerstag bekanntgab. „Wegen der Hitze ist unser Saatgut nicht zu gut angegangen wie erhofft“, erklärte Landschaftsarchitektin Petra Rahmann von Straßen.NRW. „Wir wollen, dass die Tiere ohne Zufütterung auskommen. Wenn wir sie jetzt auf die Weide treiben, fressen sie uns zu viele der frischen Pflanzen wieder weg.“ 

Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau der A43

Im April oder Mai nächsten Jahres soll das Gelände dann ausreichend Futter bieten, um die komplette Herde ganzjährig zu versorgen. Die Weide nahe der Autobahn ist Teil der Ausgleichsmaßnahmen für Umweltschäden, die beim Bau der sechsspurigen A 43 (Recklinghausen-Bochum) entstehen. Sie ist als klassische Weidelandschaft mit Wäldchen und Büschen angelegt. So bietet sie neben den Rindern auch einen Lebensraum für viele Kleintierarten. 

Die Rasse gilt als besonders genügsam

Damit die vom Aussterben bedrohten Rinder nicht auf die Autobahn laufen, wird ein stabiler Stabgitterzaun samt Meldedraht für den Pächter gebaut. Übrigens: Das „Rote Höhenvieh“ gilt als besonders genügsam.

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