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Über die geplanten Eigentumswohnungen am Mühlenteich sind nicht alle glücklich. Während das Projekt für viele, die sich nach Eigentum umschauen, sicher interessant ist, kommt Kritik von CDU und Grünen.

Nach Kritik

Stadt und Bauträger verteidigen Mühlenteichprojekt

Fohlinde - Die Stadtverwaltung sowie der Bochumer Bauträger Wohngrund Ruhr haben die Kritik von Grünen und CDU an dem geplanten Eigentumswohnungsobjekt Am Mühlenkamp 21 in Frohlinde zurückgewiesen. Im Fokus der Gegner steht die Befürchtung, dass sich der Neubau unangenehm auf die Objekte der Nachbarschaft auswirkt.

In einer mit einem durchaus süffisanten Unterton verfassten Stellungnahme weist der Technische Beigeornete (TBG) Heiko Dobrindt darauf hin, dass ein Rechtsanspruch auf eine Baugenehmigung bestehe, insofern das Vorhaben öffentlich-rechtlichen Vorschriften nicht widerspreche.

Im Hinblick auf den wortgleichen Vorwurf „mangelnden Fingerspitzengefühls“ bei der Genehmigung, den sowohl der grüne Fraktionsvorsitzende Bert Wagener als auch der Frohlinder CDU-Ratsherr Frank Steinbach erhoben hatten, schreibt Dobrindt wörtlich: „Wenn dies eine Gefühlsangelegenheit wäre, wäre es um den Rechtsstaat und die Rechtmäßigkeit der Verwaltung, aber auch um den verfassungsrechtlichen Grundsatz der Baufreiheit schlecht bestellt.“

Sorge um nachbarschaftliche Einschränkungen

Gleichzeitig warf er den Kritikern vor, sich nicht im Vorhinein ausreichend über den Vorgang informiert zu haben. Wörtlich heißt es dazu: „Dazu wäre es grundsätzlich auch nicht falsch, sich bereits vor öffentlichen Äußerungen bei der eigenen Verwaltung über Sachverhalte ausreichend zu informieren.“ Er stehe dafür zur Verfügung.

Wagener blieb allerdings bei seiner Einschätzung. „Die Stellungnahme des TBG ist nichtssagend. Zumindest hätte eine Info über das Bauvorhaben stattfinden müssen“, erklärte er auf Anfrage unserer Redaktion.

Der Geschäftsführer von Wohngrund Ruhr, Philipp de Faber, verwies auf Anfrage auf die Stellungnahme Dobrindts, stellte darüber hinaus aber auch klar, dass es sich nicht um einen dreigeschossigen, sondern um einen zweieinhalbgeschossigen Komplex handele. Im Übrigen gebe es keinerlei nachbarschaftliche Einschränkungen. „Es wird keinem Licht, Wärme und Sonne genommen und die Abstände zu den umliegenden Häusern werden eingehalten“, unterstrich de Faber gegenüber unserer Redaktion.

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