Drei Autos an Crash beteiligt

Raser soll Unfall in Castrop-Rauxel verschuldethaben

Ickern - Seit fünf Jahren darf auf der Waldenburger Straße im Castrop-Rauxeler Ortsteil Ickern mit 50 statt vorher 30 km/h gefahren werden. Die Anwohner klagen über Raser. Freitagabend soll ein junger Mann viel zu schnell gefahren sein. Wir haben bei der Polizei nachgefragt. Auch ein Zeuge hat sich bei uns gemeldet.

An der Waldenburger Straße hat es Freitag Abend mächtig gescheppert, unsere Zeitung berichtete in der Montags-Ausgabe kurz mit den von der Polizei-Leitstelle kommunizierten Fakten. Demnach kam es an der Waldenburger Straße/Ecke Recklinghauser Straße um 21.10 Uhr zu dem Unfall, in den drei Fahrzeuge verwickelt waren. Zwei Autos mussten abgeschleppt werden, darunter eins, das auf einen Findling geschoben worden war. Menschen wurden nicht verletzt.

Fünf Meter verschoben

Nähere Informationen zu Unfallhergang und Schadenshöhe bekamen wir Montag auf Anfrage bei der Pressestelle nicht. Sprecherin Ramona Hörst erklärte das so: "Die Schadenshöhe kann durchaus hoch liegen, also z.B bei 15.000 Euro, der Unfall wird aber nicht so eingeordnet, dass eine Unfallanzeige geschrieben wird." Es reiche dann die "blaue Mitteilung", die für die Versicherungen bestimmt sei. Robin Bensch, dessen Frau das Auto gehört, das auf den Findling geschoben wurde, hat uns geschrieben, dass das Auto des mutmaßlichen Unfallverursachers aus der Richtung von Friedhof/Kreisel gekommen sei. Der Wagen sei laut Augenzeugen erheblich zu schnell gefahren, schreibt Bensch, circa 80 bis 100 km/h. In der Kurve in Höhe des Zigarettenautomaten habe der Fahrer die Kontrolle verloren, der Wagen sei ins Schleudern geraten und nach 51 Metern in den Seat Mii seiner Frau gekracht und von einem entgegenkommenden BMW gestoppt worden. Der parkende Seat sei ungefähr fünf Meter weiter in die Hecke des Vorgartens verschoben worden.

Kein Tempo 30 mehr

"Hätte unser Sohn oder irgendjemand anders vor unserem Haus gestanden, hätte er diesen Abend wohl nicht überlebt", schreibt Bensch. Er verweist darauf, dass sich die Anlieger in diesem Bereich ohnehin darüber wundern, dass auf der Waldenburger Straße Tempo 50 eingeführt worden sei und dort viel gerast würde.

Eine Änderung im Sinne von Tempo 30 sei hier auch nicht angedacht, teilte Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage unserer Zeitung mit. Geändert worden ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit vor fünf Jahren. Damals wurde das Teilstück zwischen Waldenburger - und Recklinghauser Straße komplett ausgebaut - mit Hilfe von Landesmitteln und Tempo 50 als Konsequenz. Weil Straßenausbau in Tempo-30-Zonen nicht gefördert worden sei, hat Sven Dusza, persönlicher Referent des Bürgermeisters, Leser Günter Gerhard auf eine Anfrage schon vor fast anderthalb Jahren mitgeteilt.

In der Regel bleibe es auch dabei, sonst müssten Fördergelder wieder zurückgezahlt werden.

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