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Daumen runter vor trauriger Kulisse: Mitarbeiterinnen Celina Esser (l.) und Susanne Schakanowski machen auch ohne Worte klar, was von der Freibadsaison 2014 im Parkbad Nord zu halten ist.

Nur wenig Gäste

Parkbad Nord leidet unter dem schlechten Wetter

ICKERN - Dieser Freitag war wie ein Spiegelbild der gesamten Freibadsaison 2014: Wegen des schlechten Wetters fand häufig nur eine sehr überschaubare Anzahl hartgesottener Wasserratten den Weg an die Recklinghauser Straße. Am Sonntag hat das Bad zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Zumindest für Menschen.

„Was soll ich dazu sagen?“, sagt Schwimmmeister Heinz-Robert Schäfer und zuckt mit den Schultern. „Zwar hatten wir auch an zwei Tagen über 3000 Besucher, auf der anderen Seite mussten wir nach dem Pfingstorkan Ela neun Tage schließen“, zog er am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion Bilanz. „Dabei war überhaupt nichts mit dem Wasser, die zerstörten Bäume haben uns zur Schließung gezwungen.“ Bislang 27.000 Gäste weniger

Am Sonntag, 31. August, geht die Freibadsaison zu Ende. Zumindest für Menschen, denn zwei Wochen später steht noch das Hundeschwimmen an. Um eine endgültige Bilanz zu ziehen, fehlen also noch zwei Öffnungstage. Aber die Zahlen unterstreichen schon jetzt den Eindruck eines vor allem im August viel zu nassen Sommers.

Insgesamt haben seit Ende Mai bis Mittwoch an knapp 80 Tagen 41.000 Gäste das Parkbad Nord aufgesucht. Im vergangenen Jahr waren es an 89 Tagen über 68.000, mithin an die 70 Prozent mehr. 2012 waren es fast 54.000.

Erheblich unter der Kalkulation

Was natürlich ein weiteres – wenn auch vergleichbar kleines – Loch in das von Ela und einbrechenden Gewerbesteuereinnahmen gebeutelte Stadtsäckel reißt. „Es ist schon absehbar, dass die kalkulierten Einnahmen nicht erreicht werden können“, räumte Stadtpressesprecherin Maresa Hilleringmann ein.

Und fügte hinzu: „Da es nur eine Gesamteinnahmeposition für Hallenbad und Freibad gibt, kann das genaue Defizit erst zum Jahresende beziffert werden. Der Bereich Sport und Bäder rechnet mit Mindereinnahmen in Höhe von circa 20.000 Euro. Wie dieser Betrag im Haushalt kompensiert wird, wird dann noch zu klären sein.“ Im Hinblick auf die Premiere des Hundeschwimmens am 14. September wies Schäfer noch einmal ausdrücklich alle Hygienebedenken zurück. „Es kommen nur Hunde ins Wasser, die geimpft sind“, stellte er noch einmal klar und fügte hinzu: „Im Winter haben wir zahlreiche ungebetene Gäste wie Karnickel, Mäuse, Ratten und Enten. Die machen viel mehr Dreck als Hunde und die sind nicht geimpft“, machte Schäfer deutlich.

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