Das Café "Hof Emscher" hat am Hochwasserrückhaltebecken Ickern-Mengede eröffnet und läutet den Saisonstart ein.
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Das Café "Hof Emscher" hat am Hochwasserrückhaltebecken Ickern-Mengede eröffnet und läutet den Saisonstart ein.

Neueröffnung

Das will das Café "Hof Emscher" den Gästen bieten

CASTROP-RAUXEL - Direkt am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede hat jetzt das Café "Hof Emscher" eröffnet. Vor allem für Wanderer und Radfahrer soll das Lokal im urigen Gebäude eine interessante Anlaufstelle sein. Die Betreiber versprechen Ruhe und Erholung in der Natur - aber auch Veranstaltungen sollen dort stattfinden.

Wer in sein Navi die Adresse „Rittershofer Straße 151“ eingibt, wird keine Hilfe erhalten. Denn der „Hof Emschertal“ am Hochwasserrückhaltebecken zwischen Ickern und Mengede hat keine Zufahrt für private Autos.

Am Samstag wurde in dem historischen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mitten im Landschaftsschutzgebiet ein kleines Café eröffnet. „Unsere Zielgruppe sind die Wanderer und Radfahrer. Denen wollen wir einen Rast- und Ruhepol bieten“, sagt Uwe Frisch, der im Auftrage seines Sohnes Mike als Pächter für die Gästebetreuung zuständig ist. Denen werden Getränke, Snacks, Kaffee und Kuchenspezialitäten je nach Wetterlage und persönlicher Vorliebe in einem kleinen Gastraum oder auf einer Terrasse mit Blick auf die „Ickerner Seenplatte“ geboten.

Fast wäre das Gebäude abgerissen worden

Sichtlich stolz auf das Objekt ist Abteilungsleiter Detlef Gerwin von der Emschergenossenschaft. „Vor Jahren haben wir ernsthaft überlegt, das Gebäude abzureißen, denn dass es überhaupt noch stand, war ein statisches Wunder. Und jetzt ist in enger Zusammenarbeit mit den Fachkräften der benachbarten Justizvollzugsanstalt ein wahres Schmuckstück entstanden.“ Diese Kooperation mit dem Meisenhof soll auch weiter betrieben werden, bei der Pflege der Außenanlagen und bei weiteren Verbesserungen und Verschönerungen.

In der Planung sind ein Spielplatz, Müllbehälter, Ruhebänke und Hinweisschilder. Mittelfristig sind im Gebäude und auf dem Gelände auch kulturelle Veranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen und Umweltseminare geplant. „Allerdings werden wir hier keinen Partyschuppen einrichten“, warnt Gerwin vor vielleicht falschen Erwartungen.

Das sagen die Spaziergänger und Vereine

Paul Brogt vom Verein „Menschen an der Emscher“ ist vom Wandel begeistert: „Wir werden unseren Kindern eine hervorragende touristische Gegend in ökologischer Ausgewogenheit hinterlassen.“ Er kann sich vorstellen, dass man für Radwanderer ein einfaches „Heuhotel“ einrichtet und im Café eines Tages ein noch zu kreierendes „Emscherbräu“ aus eigenem Brauhaus anbietet.

Spaziergänger Lothar Berger lobt das bereits Erreichte: „Ich finde es toll, was für ein wunderschönes Ambiente hier geschaffen wurde, für das das Café eine wertvolle Ergänzung ist. Gut, dass der Autoverkehr nicht zugelassen ist. So bleibt die Beschaulichkeit erhalten. Einen Rummel wie am Phoenixsee möchte ich hier nicht erleben.“

Dann gibt es doch noch eine Panne am Eröffnungstag. Nachdem Uwe Frisch bei strömendem Regen lange vergeblich auf Gäste gewartet hat, schließt er den Betrieb gegen 15.30 Uhr. Kurz darauf scheint die Sonne und mit ihr kommen die Spaziergänger. So stehen dann etwa 20 erwartungsfrohe Gäste vor verschlossenen Türen...

Öffnungszeiten und Kontakt

Das Café ist freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Verlängerungen bei gutem Wetter und entsprechender Besucherzahl sind möglich. Gruppen sollten sich zur besseren Disposition unter Tel. (0176) 43 57 81 19 lieber anmelden.

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