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Eindrücke vom Hundetraining am Schiffshebewerk in Henrichenburg. Die Hunde werden zu Mantrailern ausgebildet.

Am Schiffshebewerk

Henrichenburg: Mantrailer-Hunde zeigen ihr Können

HENRICHENBURG - Sie suchen Vermisste, spüren Verschüttete auf, retten Leben: Bis Mantrailer-Hunde das können, müssen sie einiges lernen. Am Sonntag fand eine der Trainingseinheiten an einem besonderen Ort statt: am Schiffshebewerk in Henrichenburg. Wir zeigen Ihnen, wie das aussah.

Am Sonntag war das Museum am Schiffshebewerk um eine Attraktion reicher. Der Verein „Spürhunde NRW – Bergisches Land“ hatte sich das Areal des Schiffshebewerks als Trainingsort ausgesucht. Er bildet Hunde zu sogenannten Mantrailern aus, die beispielsweise die Polizei bei der Suche nach vermissten Personen unterstützen, indem sie ihre Fährte aufnehmen.

Trainingsleiter Jana und Frank Garschagen waren schon von Weitem an ihren signalroten Westen zu erkennen. Ihre beiden Bluthunde Nando und Linus winselten aus ihren Boxen. Aber nicht nur sie konnten den Start des Trainings kaum erwarten. Insgesamt nahmen 15 Hunde an dem Training teil.

„Im Prinzip ist der Ablauf immer gleich“, erklärte der Trainer. Zuerst nimmt der Hund den Geruch des Gesuchten und dann die Fährte auf. Hat der Hund die Person gefunden, wird er zur Belohnung kräftig gelobt.

Taschentuch führt den Hund auf die richtige Fährte

Manche Aufgabe war schwierig: Hundefreundin Barbara etwa hatte sich in den Tiefen des Hebewerks, hinter der Maschinenhalle, vor Hund Nando versteckt. Es galt eine Distanz von 300 Metern zu überwinden. Als Geruchsprobe diente ein Taschentuch, das in einer Plastiktüte steckte.

Kaum hatte Nando daran geschnüffelt, machte er sich an die Arbeit. Mit hohem Tempo nahm er die Fährte auf und lief gezielt durch das Kassenhäuschen, treppab zum Hebewerk, überwand eine weitere Eisenstiege, die unter das Gerüst des Hebewerks führte – Person gefunden. Und das in sechseinhalb Minuten.

„Das Schönste ist, dass Mensch und Hund ein Team bilden“, sagte Trainer Frank Garschagen. Die Arbeit an der Führleine und der Einsatz der Körpersprache von Mensch und Hund zeigten, wie eingespielt das Team ist. „Manchmal dürfen Mitglieder unseres Vereins auch an einer echten Suche teilnehmen“, sagte er. Die Hundestaffeln verfügen über Spezialgruppen. Da gebe es die Flächensuche in Waldgebieten und Trümmersuchhunde, die bei Erdbeben eingesetzt werden. Auch Wasser- und Leichenspürhunde seien oft im Einsatz.

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