Benediktinerbruder Samuel Elsner (2. v. r.), der seit zwölf Jahren in Jerusalem wirkt, berichtete im Gottesdienst über die aktuelle Lage im Heiligen Land. Rechts Dechant Christian Gröne, links der evangelische Pfarrer Dirk Salewski und 2. v. l. der katholische Pfarrer Ludger Plümpe (beide aus Herne), Hauptakteure des Gottesdienstes.
+
Benediktinerbruder Samuel Elsner (2. v. r.), der seit zwölf Jahren in Jerusalem wirkt, berichtete im Gottesdienst über die aktuelle Lage im Heiligen Land. Rechts Dechant Christian Gröne, links der evangelische Pfarrer Dirk Salewski und 2. v. l. der katholische Pfarrer Ludger Plümpe (beide aus Herne), Hauptakteure des Gottesdienstes.

Samuel Elsner

Benediktiner ruft Christen zum Pilgern ins Heilige Land auf

Castrop-Rauxel - Der seit zwölf Jahren in Jerusalem lebende deutsche Benediktinerbruder Samuel Elsner hat die hiesigen Christen aller Konfessionen dazu aufgerufen, ins Heilige Land zu pilgern. Dies sei sowohl ein Akt der Solidarität mit den Christen in Israel und Palästina als auch eine Dokumentation konfessionsübergreifenden christlichen Bekenntnisses.

Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Herne/Castrop-Rauxel am Freitag Abend in der Habinghorster St. Josefskirche sagte Elsner: „Was uns alle vereint, ist die Sehnsucht nach dem Heiligen Land, die Sehnsucht nach einem Leben in den Spuren Christi.“ Schwierige Lage der Christen Gleichzeitig wies er auf die ständig schwieriger werdende Lage der Christen dort hin. „In Israel und Palästina sind es inzwischen unter zwei Prozent“, berichtete er. „Denken Sie an die Christen im Heiligen Land“, appellierte er an die rund 250 Gläubigen. „Israel darf nicht eines Tages ein christliches Disney-Land werden“, fügte er hinzu. Er selbst, so Elsner, sei jüngst im Habit von Andersgläubigen bespuckt worden, als er sich vom Wege seines Klosters auf dem Zionsberg zur Grabeskirche begeben habe. Die Zerrissenheit dieses Landes sei an jeder Ecke in Jerusalem spürbar. Ökumenischer Gottesdienst Der Ökumenische Gottesdienst, der von den katholischen Geistlichen Ludger Plümpe und Reinhard Hörmann, dem evangelischen Pfarrer Dirk Salewski, sowie dem Leiter der syrisch-orthodoxen Kirche im Ruhrgebiet, Pfarrer Samuel Gümüs, geleitet wurde, stand unter dem Leitwort „Zusammen glauben, feiern, beten“ und fand im Rahmen der zentralen Woche der Brüderlichkeit statt. Bruder Samuel, der seinen Vortrag mit beeindruckenden Bildern auf einer Großleinwand ergänzte, lobte den Dreiklang des Mottos, es müsse aber noch durch das „Pilgern“ ergänzt werden, regte er an. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom "Chor 77" der Herner Gemeinde St. Peter und Paul. Die Frauen der griechisch-orthodoxen Gemeinde brachten sich mit dem Vater Unser in ihrer Muttersprache ein. Anschließend gab´s noch einen Neujahrsempfang im benachbarten Pfarrheim, bei dem der stellvertretende Bürgermeister Peter Millner die Grüße der Stadt überbrachte.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Drei Verletzte auf A42 - so kam es zu dem schweren Unfall
Drei Verletzte auf A42 - so kam es zu dem schweren Unfall
Drei Verletzte auf A42 - so kam es zu dem schweren Unfall
80 Jahre alter Senior fällt auf den „Jackentrick“ herein
80 Jahre alter Senior fällt auf den „Jackentrick“ herein
80 Jahre alter Senior fällt auf den „Jackentrick“ herein
"Ich betreue die Frauen das ganze erste Jahr"
"Ich betreue die Frauen das ganze erste Jahr"
"Ich betreue die Frauen das ganze erste Jahr"
Neue Partnerschaft zwischen Kaufland und Rau-Realschule
Neue Partnerschaft zwischen Kaufland und Rau-Realschule
Neue Partnerschaft zwischen Kaufland und Rau-Realschule
Hausärzten fehlen die Nachfolger
Hausärzten fehlen die Nachfolger
Hausärzten fehlen die Nachfolger

Kommentare