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Die Mevlana-Gemeinde plant den Bau einer Moschee.

Ergebnis der Bürgerversammlung

Moschee-Pläne auf Schwerin sind noch nicht konkret

SCHWERIN - Kommt die neue Moschee, könnten 33 Parkplätze auf dem Gelände der Mevlana-Gemeinde in Stoßzeiten nicht mehr genutzt werden. Das ist wohl die größte Sorge unter den Nachbarn. Aber bis zu einer neuen Moschee ist es noch ein weiter Weg für die Schweriner Gemeinde unter dem DiTiB-Dach, wie die Bürgerversammlung zeigte.

Wer am Donnerstagabend zur Bürgerversammlung der SPD Schwerin-Frohlinde-Dingen ins proppenvolle Café Stübchen am Neuroder Platz gekommen war, um sich ein Bild zu machen von der Moschee samt Minarett, tat das vergebens.

„Soweit sind wir noch lange nicht“, erklärte Kubilay Corbaci vom Vorstand der türkisch-islamischen Gemeinde. Visualisierungen gibt es noch nicht, aber wohl Einigkeit über den Standort. Und Klarheit, was mit den beiden übernommenen Gebäuden werden soll.

Großküche geplant

Der Neubau soll versetzt auf die linke Seite des Flachdach-Baus kommen, in dem früher die Balo-Verwaltung saß. Ob mit Kuppel oder nicht, das ist alles eine Frage des Geldes und der Zukunft. Die Gegenwart sieht so aus, dass die Gemeinde eine Nutzungsänderung bei der Stadt beantragt hat. Beide Alt-Gebäude sollen bleiben und so modernisiert und saniert werden, dass sie die Bedürfnisse von Castrop-Rauxels größter islamischer Gemeinde erfüllen.

Weil sie am Standort Bodelschwingher Straße aus allen Nähten platzt und nicht wirklich Sozialräume hat, die diesen Namen verdienen, werden Sozial- und Schulungsräume sowie eine Großküche entstehen. „Die Großküche ist der ausdrückliche Wunsch unserer Damen-Abteilung“, versicherte Corbaci. Auch das vor Jahren schon angedachte Café zum Kreisel hin steht weiter auf der Agenda. Es soll zu einem offenen Kommunikationsort für alle Bürger werden.

Gotteshaus soll erkennbar sein

„Wir sind uns der besonderen Situation des Grundstücks bewusst“, betonte Corbaci und fügte hinzu: „Wir möchten nicht mehr und nicht weniger als alle anderen in dieser Gesellschaft.“ Das gelte eben auch für eine Moschee, „die als solche erkennbar sein soll wie andere Gotteshäuser aus anderen Religionen.“

Was den Moschee-Neubau angeht, sei es nicht möglich, diesen nach hinten zu erweitern. Die Fläche dort, die Alt-Schweriner wissen das, ist seinerzeit nicht saniert worden und gilt noch immer als bergbauverseucht. Der Vertrag über die Parkplatznutzung, beim Kauf der Liegenschaft so übernommen, endet Ende 2019.

Gemeinsames Essen am 10. Juni

Prinzipiell sind Bestandsaufnahme und -analyse der Parkplätze Sache der Stadt. Die guckt sich das Ganze jetzt auch mal näher an. Wenn die Gemeinde Klarheit hat über die weitere Planung, dann soll es eine weitere Bürgerversammlung geben.

Eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, gibt es am Freitag, 10. Juni, ab kurz vor 22 Uhr. Dann sind alle, die kommen mögen, zum gemeinsamen Essen auf das Gelände zwischen Dortmunder- und Frohlinder Straße eingeladen.

Platz für 400 Gläubige

Die Mevlana-Gemeinde hat 250 zahlende Mitglieder. Begonnen hat alles 1979 in einem angemieteten Tante-Emma-Laden an der Bodelschwingher Straße. Dort gibt es nur eine kleine Teeküche und eine Gebetsfläche für 120 Gläubige. Die neue Moschee soll 400 Gläubigen Platz bieten. 250.000 Euro hat die Gemeinde gezahlt. „Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, vor allem Schwerin miteinzubinden,“ so Corbaci

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