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Matthias Menne hat einen echten Sportwagen in der Garage, den heute kaum noch einer kennt: den NSU TT.

Garagenschätzchen

Auto stand in Castrop-Rauxel 20 Jahre in Garage

SCHWERIN - Schon als Student kaufte sich Matthias Menne aus Castrop-Rauxel einen Sportwagen, den NSU TT. Als er sich die Reparaturen nicht mehr leisten konnte, stellte er den Wagen in einer Garage ab. Vor acht Jahren restaurierte er den Wagen dann. Im September nimmt er damit an der Oldtimer-Rallye "Garagenschätzchen" teil.

Matthias Menne hat in seiner Garage den Golf GTI der 60er-Jahre. Der NSU TT war das zweite Auto, das sich Matthias Menne 1989 als Student kaufte. Ein Jahr ist er damit gefahren, dann kam der Wagen nicht mehr über den TÜV. Geld für die notwendigen Reparaturen hatte er nicht. Und so stand der Wagen 20 Jahre in der Garage seiner Mutter.

Ihn zu verkaufen kam für Matthias Menne nie infrage. „Eigentlich war das Auto damals ein Fehlkauf, denn ich hätte so viel investieren müssen“, sagt Matthias Menne. „Doch ich wollte schon immer so eins haben.“

Restaurierungsarbeiten am NSU TT machte der Besitzer selbst

Vor acht Jahren hat er dann wieder angefangen, ihn zu reparieren. Der Vorbesitzer hatte ihn irgendwann rot lackiert. Matthias Menne holte die Original-Farbe zurück. Bis auf Schweiß- und Lackierarbeiten hat er alles selbst gemacht – mit der Hilfe seiner Freunde und Spezialisten. Angeeignet hat er sich das zu Studentenzeiten. „Das war damals Voraussetzung. Sonst hätte ich mir niemals ein Auto leisten können.“ Die klassischen Reparatur-Anleitungen der 70er- und 80er-Jahre „Jetzt helfe ich mir selbst“ machten es möglich.

Früher beliebter Rennwagen - heute ein Liebhaber-Auto

Der NSU TT ist ein besonderer Wagen. Damals von den NSU Motorenwerken als Sportwagen verkauft, war er mit 75 PS schon ganz weit vorne – und mit 6900 D-Mark auch ganz schön teuer. Nur 52 000 Stück wurden davon gebaut. „Weil viele von denen als Rennwagen verheizt wurden, existieren heute nicht mehr so viele davon“, sagt Menne. NSU, das war ein deutsches Traditionsunternehmen, 1873 gegründet und 1969 von Audi übernommen. Als Audi selbst einen Sportwagen auf den Markt bringt, lebt der NSU im bekannten Audi TT weiter.

Komfort oder Familientauglichkeit? Fehlanzeige!

Heute ist der NSU TT von Matthias Menne ein Liebhaber-Auto. „Viele Jüngere kennen das Auto gar nicht mehr“, sagt Matthias Menne. „Die fragen mich dann, ob es ein Wartburg oder ein Trabi ist.“ Heute kommt der NSU nur bei gutem Wetter vor die Tür. Im Sommer fährt er damit auch mal zur Arbeit oder zu Oldtimer-Treffen, aber immer nur im Nahbereich. „Mehr als 300 Kilometer am Stück fahre ich damit nicht“, sagt er.

Familientauglich ist der Wagen auch nicht gerade, auf der Rückbank wird es für Mitfahrer sehr eng. „Ich weiß gar nicht, wie die Leute damit früher in den Urlaub gefahren sind.“ Platz für Gepäck gibt es aber im NSU. „Oft sagen mir Leute, dass mein Kofferraum offen sei“, sagt Menne. Doch dort, wo bei vielen Autos der Kofferraum ist, ist beim NSU TT der Motor – nämlich hinten. Der Kofferraum ist vorne.

So sichern sie sich ihr Beifahrer-Ticket

  1. Wer am Samstag, 16. September, als Beifahrer mitfahren möchte, kann eine E-Mail mit dem Stichwort „Garagenschätzchen“ an lokalredaktion.castrop@mdhl.de schicken.
  2. Wichtig: Nur wer bis dahin die 50 Euro Startgeld auf das Konto der Bürgerstiftung überwiesen hat, kann auch verbindlich als Beifahrer an den Garagenschätzchen teilnehmen.
  3. Konto: Sparkasse Vest, IBAN: DE24 4265 0150 1150 0320 09, BIC: WELADED1REK
  4. Das Geld kommt der Bürgerstiftung Agora für soziale Projekte zugute

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