Auf der Streuobstwiese fördert das Fallobst den ökologischen Kreislauf.
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Auf der Streuobstwiese fördert das Fallobst den ökologischen Kreislauf.

Streuobstwiesen als Ökoinseln

Naschobst für Mensch und Tier

CASTROP-RAUXEL Sie halten ihre roten Bäckchen in die Sonne. Zahlreiche Apfelbäume stehen an der Bochumer Straße nahe der Stadtgrenze. Ihre reifen Früchte haben sie bereits abgeworfen. Käfer und Bienen haben sich auf das süße Fruchtfleisch gestürzt.

Und auch die Vögel sind keine Kostverächter. Am Rande eines kleinen Feldweges finden sich wilde gelbe Pflaumenbäume und große Brombeersträucher. Überwiegend am Stadtrand liegen die grünen Oasen – so genannte Streuobstwiesen.

  1. Was ist eine Streuobstwiese?

Im Frühjahr fallen sie durch ihre Blütenvielfalt ins Auge, im Sommer und Herbst erfreuen sie den Betrachter mit ihrem Früchtereichtum. Auf Streuobstwiesen stehen ungeordnet hochstämmige Apfel-, Birnen- oder Pflaumenbäume. Aber auch Brombeersträucher oder Haselnussbäume sind am Rande der Wiesen zu finden. Sie binden die Ortsränder in die freie Landschaft ein. Die Wiesen werden meist von den Kommunen, Naturschutzverbänden oder Privatpersonen erschlossen.

  1. Welchen Zweck erfüllen Streuobstwiesen?

"Streuobstwiesen haben vor allem eine ökologische Funktion", erklärt Thomas Krämerkämper, Sprecher der BUND Ortsgruppe Castrop-Rauxel. Die Wiesen seien nicht zur systematischen Obstplünderung gedacht. Natürlich sei es in Ordnung, dass sich Spaziergänger den einen oder anderen Äpfel pflücken. Jedoch sei es nicht so gedacht, dass Bürger mit einem Lieferwagen vorfahren, so Krämerkämper. Streuobstwiesen seien vor allem für Tier und Natur gedacht. Sie beheimaten zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Auch seltene Tiere wie zum Beispiel der Steinkauz, Grünspecht oder Fledermäuse leben hier.

  1. Wo gibt es in Castrop-Rauxel Streuobstwiesen?

Die Streuobstwiesen in Castrop-Rauxel liegen meist an den Ortsrändern. Drei Obstwiesen liegen in der Nähe der Bochumer Straße, auf Höhe der Bushaltestelle Langeloh. Aber auch rund um den Rossbach gibt es wilde Pflaumen, Apfel- und Birnenbäume. In Henrichenburg liegen schöne Streuobstwiesen entlang der A 2.

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