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Tiefe Spurrillen, die schon mehrfach geflickt wurden, behindern auf der Marienstraße den Verkehr. Die Ursache sind eingefallene Kanäle unterhalb der Straße. Der EUV Stadtbetrieb wird die Kanäle in einem ersten Schritt erneuern.

Entschleunigung

Die Marienstraße wird saniert, der Verkehr beruhigt

OBERCASTROP - Es wird was mit dem Umbau der maroden Marienstraße. Mehrere Anwohnerversammlungen, Planungsrunden und politische Diskussionen sind vergangen - nun einigten sich alle Parteien einvernehmlich. Auch auf die Wünsche und Ideen zur Verkehrsberuhigung der Anwohner wird die Stadtverwaltung eingehen.

Nach einem weiteren Treffen im Rathaus steht fest, dass der Umbau der Marienstraße schon bald beginnen soll. Bagger sollen rollen – und im Dezember gibt es nur noch ein allerletztes Treffen.

„Stadtverwaltung, Politik und Vertreter der Anwohner haben sich auf eine Entschleunigung geeignet“, sagte Nicole Fulgenzi, Sprecherin der Stadtverwaltung. Und zwar offenbar einvernehmlich. Das bestätigte auch SPD-Ratsherr Udo Behrenspöhler bei einem Telefonat.

Abschluss voraussichtlich im Frühjahr

Von Udo Behrenspöhler kam auch die Einladung zu dem erneuten Treffen, bei dem Michael Breilmann (CDU) und entscheidende Vertreter des EUV Stadtbetriebs, darunter Thorsten Werth-von Kampen, zusammenkamen und sich mit den Anwohnern einigten. „Wir finden, glaube ich, eine gute Lösung, was die Situation nach dem Umbau der Straße angeht“, so Behrenspöhler.

Auf was einigte man sich denn nun? Baubeginn ist der 2. November. Wenn es keine Verzögerungen gibt, ist mit einem Abschluss im Frühjahr zu rechnen.

Die zum Teil eingestürzten Abwasserkanäle unterhalb der Straße, die zu einem Absacken der Asphaltdecke in den Fahrspuren und Tempo 10 geführt haben, erneuert der EUV-Stadtbetrieb.

Wichtig für die Anwohner: An den Kosten der Bauarbeiten müssen sie sich nicht nach dem Kommunalabgabengesetz beteiligen. Die trägt die Stadt, weil sie die Kanäle ohnehin erneuern muss.

Kennzeichnung von Parkplätzen verlangsamt Verkehr

Den Anwohnern war die Situation nach den Bauarbeiten wichtig: Wie verhindert man, dass hier auf gut ausgebauter Strecke anschließend zu schnell gefahren wird? „Wir haben uns gemeinsam verständigt, dass die Marienstraße nicht durch bauliche Maßnahmen, sondern durch die Kennzeichnung von Parkflächen am Straßenrand beruhigt wird“, so Behrenspöhler.

Heißt: Es werden Parkflächen aufgemalt, die versetzt an beiden Straßenseiten dazu führen, dass der Verkehr sich verlangsamt. Ein Vorschlag, der von den Anwohnern kam.

Am 14. Dezember Absschlusstreffen

Die Stadtverwaltung präzisierte, dass dabei nach wie vor etwa halb auf dem Gehweg geparkt werden darf – allerdings nur in den markierten Zonen und damit so, dass der Bürgersteig breit genug bleibt. Schließlich verläuft hier auch der Schulweg zur angrenzenden Elisabeth-Grundschule.

Die Flächen werden im Plan eingezeichnet. Am 14. Dezember gibt es ein Abschlusstreffen.

Eine Verkehrserfassung

erbrachte laut Udo Behrenspöhler unterm Strich ein „sehr gutes Ergebnis“: 85 Prozent der Nutzer fuhren 35 km/h oder weniger. Seit einiger Zeit gilt auf der Straße Tempo 10, weil die Spurrillen der Busse sehr tief im Asphalt lagen. Versetztes Parken zur Verkehrsberuhigung ist laut Pressestelle der Stadt nicht neu: Das Prinzip funktioniere schon an anderen Stellen im Stadtgebiet.

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