Das Refugium für Tiere in Not feierte sein 10-jähriges Bestehen.
+
Das Refugium für Tiere in Not feierte sein 10-jähriges Bestehen.

Viele Bilder

Refugium für Tiere feierte 10-jähriges Bestehen

CASTROP - Es ist ein kleiner Tierpark, das Haus mit seinem Garten an der Hochstraße 39a irgendwo an der Grenze zwischen Castrop und Dorf Rauxel im Schatten des Goldschmieding-Parks. Am Sonntag waren dort nicht nur Esel, Hunde, Katzen, Hühner und Enten – viele Besucher drängten sich auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück: zum Gratulieren.

Vor zehn Jahren gründete Elke Balz den Verein „Refugium für Tiere in Not“. Der Tierschutzhof wurde über die Jahre zu einer Begegnungsstätte für Tier und Mensch. „Wir sind kein Tierschutzverein“, so Elke Balz. Tiere seien gleichberechtigte Lebewesen: „Sie haben ein Recht auf Leben und auf artgerechte Haltung.“ Und weil sich in den zehn Jahren herumgesprochen hat, was sich am Rande der Altstadt tut, war es Sonntag richtig voll.

„Hier herrscht so eine herzliche und freundliche Atmosphäre“, sagte Benjamin Schäfer, der sich mit Esther Höft darin einig war. Sie nahmen mit Michael Schoenacker und Timmi, dem Hund, auf einer Bank Platz und genossen die Idylle. Im Wintergarten des privaten Wohnhauses ging es um Wildtiere. Viele Kinder scharten sich um Hiltrud Buddemeier, um zu erfahren, wie man Behausungen für Wildbienen bastelt. Mit Schilfhalmen und Konservendosen war machte die Kreisgruppensprecherin des BUND das vor.

Tierfreundliche Wurst

Auch Ulrike Dittmann hatte sich für den Geburtstag mächtig ins Zeug gelegt. „Ich nähe seit drei Wochen nonstop Taschen“, verriet sie. Ihre Kreationen aus Baumwolle, alten Jeans und veganem Leder fanden guten Absatz. Einen großen Teil ihrer Einnahmen spendet die Hobbyschneiderin regelmäßig an das Refugium. „Das ist es, was uns am Leben erhält“, freut sich Elke Balz. „Wir sind dringend auf die Spenden angewiesen.“

Trotz der Tierliebe mussten die Gäste nicht auf eine Bratwurst verzichten: „Unsere Bratwurst ist tierfreundlich“, sagte Balz, lächelte und erklärte: „Wir benutzen ausdrücklich nicht das Wort ‚vegan‘.“ Die Erfahrung hätte gezeigt, dass sich einige von diesem Verb abschrecken lassen. „Veganes Zeug ess ich nicht!“ laute oft der Kommentar.

Esel als Höhepunkte

Trotz einiger Attraktionen wollten aber anscheinend alles nur eines: die Esel streicheln. Als Höhepunkt der Geburtstagsparty führte Friederike Winkelmann Besucher zusammen mit Esel Malon durch den benachbarten Goldschmieding-Park. Die Zwölfjährige kommt regelmäßig ins Refugium, um die Tiere zu versorgen. Zusammen mit ihrer Freundin macht sie die Gehege sauber oder füttert Hühner. „Ohne die Helfer wäre der Arbeitsaufwand gar nicht zu leisten“, sagte Elke Balz.

Und was bewegte die Refugiumschefin am Tag des Jubiläums am meisten? „Ach, ich habe nur gehofft, dass das Wetter einigermaßen hält“, so Elke Balz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Rund 50 Sekunden im freien Fall - "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl"
Rund 50 Sekunden im freien Fall - "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl"
Das kulturelle Leben in Herten startet wieder - Veranstaltungen am Wochenende
Das kulturelle Leben in Herten startet wieder - Veranstaltungen am Wochenende
Derzeitiger R-Wert: Reproduktionszahl wieder rückläufig
Derzeitiger R-Wert: Reproduktionszahl wieder rückläufig
Freizeitpark "FunDomio" an der Westfalenhalle in Dortmund: Maskenpflicht im Riesenrad und Abstandsregeln in Achterbahn
Freizeitpark "FunDomio" an der Westfalenhalle in Dortmund: Maskenpflicht im Riesenrad und Abstandsregeln in Achterbahn
Baustelle sorgt für Zugausfälle der S 2 - Schienenersatzverkehr wird eingerichtet
Baustelle sorgt für Zugausfälle der S 2 - Schienenersatzverkehr wird eingerichtet

Kommentare