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Die Glasfaserkabel sorgen in Datteln für schnelles Internet und werden in Ahsen sogar bis ins Haus verlegt.

Internet-Breitbandausbau

Surfen mit doppelter Geschwindigkeit

DATTELN - Am 30. August geht in Datteln das Highspeed-Internet ans Netz. In Ahsen werden Glasfaserleitungen sogar bis ins Haus verlegt.

Glasfaserkabel mit einer Länge von 32 Kilometer, die in 48 Multifunktionsgehäusen münden, liegen in Datteln unter der Erde und warten auf ihren Einsatz. Der Breitbandinternet-Ausbau von Betreiber Westnetz ist mit einer Verzögerung von knapp sechs Wochen abgeschlossen.Am 30. August fällt der Startschuss, bestätigt Westnetz. Zwar geht es von den Verteilerkästen mit Kupferkabeln in die Dattelner Haushalte, dennoch ist mit der neuen Vectoring-Technik die doppelte Download-Geschwindigkeit möglich.

Mit den alten Leitungen konnten Kunden meist mit gerade einmal 50 Megabit pro Sekunde herunterladen, durch die Glasfasern seien nun über 100 Megabit pro Sekunde möglich. Beworben wird das schnelle Internet zurzeit von Netzbetreiber InnogyTelnet und durch eine Partnerschaft auch von der Telekom. Allerdings sind die Leitungen für alle Internetprovider offen, sodass das Hochleistungsnetz auch von anderen Anbietern genutzt und beworben werden könnte.

Keine Kosten für die Glasfaserkabel

Kosten entstehen für die Dattelner durch die neuen Glasfaserkabel nicht. „Es entstehen nur Kosten für das gebuchte Produkt“, bestätigt Maren Frisch, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit bei Westnetz. Um die Vorteile auch nutzen zu können müsse dann ein Produkt mit der entsprechenden Übertragungsrate bestellt werden. Für eine Downloadrate von 120 Megabit werden bei InnogyTelNet zusammen mit einer Telefon-Flatrate im Produkt „Internet & Phone 120“ 46,90 Euro im Monat (Für Innogy Strom- oder Erdgaskunden 43,90 Euro) fällig.

Innenstadt profitiert nicht vom Netz-Ausbau

Überall, nur nicht in der Innenstadt, profitieren die Dattelner von dem Westnetz-Ausbau. „Die Dattelner Innenstadt ist Hoheitsgebiet der Telekom. Da haben wir keine Möglichkeiten“, sagt Frisch. Die Telekom plant erst für Anfang 2020 einen Ausbau mit Glasfaserleitungen für Kunden, die im Nahbereich von 550 Metern zu einer Betriebsstelle wohnen. Auch durch spezielle Chips in den Verteilerkästen werden die Netze modernisiert, was in Datteln aber nur wenige Haushalte betrifft, bestätigt die Telekom auf Nachfrage.

Ahsen läutet das Gigabit-Zeitalter ein

Noch besser erwischt es der Stadtteil Ahsen. Nachdem über 45 Prozent der Haushalte einen Vorvertrag unterschrieben haben, legt Innogy-Tochter TelNet in Ahsen die Glasfaserleitungen sogar bis in die Häuser. Auch hier zahlen die Bewohner nur für das ausgewählte Produkt, nicht aber für den Netzausbau. Die durchgängigen Glasfaserleitungen seien unempfindlicher gegen Störungen und deutlich schneller: Bis zu zehn Gigabit pro Sekunden kann das Netz erreichen.

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