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Was kommt – eine Übergangslösung oder eine endgültige Neubau-Lösung für die gesperrte Lippebrücke? Eine Fachfirma wird sich jetzt mit der Antwort auf diese Frage befassen.

Lippebrücke Ahsen

IGLO erwartet schnelle Beschlüsse

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DATTELN - Ahsener Initiative schreibt in Sachen Brückenneubau die Politik an, um noch einmal die Bedeutung und Notwendigkeit des Neubaus deutlich zu machen.

Die Interessengemeinschaft „Lippebrücke und Ortsumgehung“ für Ahsen (IGLO) begrüßt die Entscheidung der Landräte aus Recklinghausen und Coesfeld, eine neue Lippebrücke für Ahsen zu bauen (wir berichteten). Die dafür notwendigen politischen Beschlüsse der Kreistage stehen aber noch aus. Deshalb hat IGLO-Sprecher Jan-Michel Tesmer jetzt die Fraktionen der beiden Kreistage angeschrieben, um noch einmal die Bedeutung und Notwendigkeit dieses Brückenneubaus deutlich zu machen.

Ahsen habe für die Region und insbesondere für die Menschen eine herausragende Bedeutung, so Tesmer in diesem Schreiben. Die Lippebrücke sei ein Bindeglied für Tausende Pendler zwischen Ruhrgebiet und Münsterland und sei eine wichtige Verbindung für Radfahrer und Wanderer. Seit die Brücke am 13. April 2018 gesperrt wurde, habe das auch die lokale Wirtschaft auf beiden Seiten der Lippe massiv beeinträchtigt, betont Tesmer.

Umso wichtiger sei es, jetzt schnell und überlegt zu handeln. Die planerischen Beschlüsse seien gefasst. „Nun gilt es, das politische Fundament zu legen“, so Tesmer mit Hinweis auf die ausstehenden Kreistagsbeschlüsse. „Wir appellieren im Namen der Menschen der Region, dass die nötigen politischen Beschlüsse schnell und positiv gefasst werden.“ Wichtig ist es der IGLO, dass hierbei parteiliche Grenzen überwunden werden sollten.

„Durch das Dorf darf kein Lkw-Verkehr rollen“

Dabei ist es Tesmer wichtig, dass der Neubau der Brücke schnellstmöglich um die Planung und Umsetzung einer Ortsumgehung ergänzt wird. „Dass dies nicht von heute auf morgen funktioniert, ist uns klar. Aber in Ahsen wartet man schon seit Jahrzehnten auf eine längst fällige Ortsumgehung. Durch das Dorf darf kein Lkw-Verkehr rollen. Der Dorfkern muss insbesondere zur Sicherheit der Anwohner entlastet werden“, fordert Jan-Michel Tesmer.

Wie Kreis-Sprecher Jochem Manz auf Anfrage erklärt, seien noch keine Sitzungen terminiert, auf der die Entscheidung für den Brückenneubau politisch abgesegnet werden soll. Zunächst wartet die IGLO nun gespannt auf die Bürgerversammlung am 8. April, 18 Uhr, in der Dattelner Stadthalle, auf der der Kreis die Brückenpläne vorstellen wird. Tesmer hat bereits angekündigt, für diesen Termin alles mobilisieren zu wollen, um diesem wichtigen Thema entsprechenden Nachdruck zu verleihen.

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