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Wenn die zweispurige Brücke fertig ist, befürchten Ahsener, dass es in der schmalen Dorfdurchfahrt nicht nur eng, sondern auch voller wird.

Lippebrücke Ahsen

Neues Nadelöhr im Dorf befürchtet

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Ahsen - Im Lippedorf freut man sich, dass der Kreis Recklinghausen eine Möglichkeit gefunden hat, die gesperrte Lippebrücke relativ zeitnah durch ein neues Bauwerk zu ersetzen. Sorgen bleiben jedoch nicht aus.

Wie berichtet, sollen schon 2020 der Abriss der alten Brücke und der rund zwölf Monate dauernde Neubau starten. Allerdings macht sich im Dorf die Sorge breit, dass das alte Nadelöhr über die Lippe sich dann direkt in die Dorfdurchfahrt verlagert.

Denn die neue Brücke wird zweispurig und wird dann mehr Verkehr ins Dorf fließen lassen als vorher. Die alte Brücke war nur einspurig befahrbar und hat den Verkehrsstrom durch entsprechende Haltepausen entzerrt. Norbert Benterbusch von der SPD machte im Stadtrat deutlich, dass die Ahsener die große Sorge haben, dass über die neue, deutlich tragfähigere Brücke wieder mehr Lkw durchs Dorf fahren. Er forderte die Stadtverwaltung deshalb auf, sich dafür einzusetzen, dass es eine Tonnage-Begrenzung für Fahrzeuge auf der Brücke gibt, um Schwerlastverkehr rauszuhalten. Bürgermeister André Dora will dieses Ansinnen in jedem Fall in Gesprächen mit dem zuständigen Kreis Recklinghausen unterstützen.

Jan Michel Tesmer, Sprecher der Ahsener Initiative IGLO, geht sogar noch einen Schritt weiter. Wie er auf Anfrage unserer Redaktion erklärt, schlägt IGLO vor, den Ist-Zustand vor der Sperrung im April letzten Jahres wieder herzustellen, wenn die neue Brücke fertig ist. Und zwar solange, bis die von Ahsen geforderte und jetzt wieder diskutierte Ortsumgehung gebaut ist. Das würde eine einspurige Verkehrsführung über die Brücke mit Ampelregelung sowie Höhen- und Breitenbegrenzung bedeuten. „Wenn sich auf der engen Lippestraße zwei SUV begegnen, wird es schon problematisch“, so Tesmer.

Ob die Begrenzung direkt vor der Brücke oder schon vorher erfolgt, müsse die Planungsbehörde entscheiden. Er spricht sich in jedem Fall für eine Gewichtsbegrenzung für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen aus. Diese Wünsche hat IGLO auch bereits in Gesprächen mit der Kreisverwaltung vorgetragen, erklärt Jan Michel Tesmer.

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