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Die Anwohner des Oelmühlenwegs sind verärgert über die Raser, die mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs sind und Mensch und Tier gefährden.

Oelmühlenweg

Anwohner in Angst: Wenn der Oelmühlenweg zur Rennstrecke wird

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Über Jahre haben sich Frust und Wut bei den Anwohnern des Oelmühlenwegs angestaut. Sie haben sich für die Wohngegend entschieden, um Ruhe zu haben. Seit Jahren wird der Verkehr auf der eigentlichen Anliegerstraße immer mehr. Mit erhöhten Geschwindigkeiten rasen die Autofahrer ohne Rücksicht auf Verluste die Straße entlang - und gefährden damit nicht nur die spielenden Kinder.  

Schon vor Jahren hat sich Boris Goldhagen, Anwohner des Oelmühlenwegs, an die Stadt gewandt. Getan hat sich nicht. Goldhagen und seine Nachbarn sind es leid. Autofahrer halten sich nicht an das Anlieger-Schild und erst recht nicht an die 30 km/h. Nach dem Schild und nach der Kurve geben die Autofahrer hemmungslos Gas. Durch Baustellungen und verkehrsberuhigte Bereiche in der Nähe ist der Verkehr am Oelmühlenweg noch schlimmer geworden. 

Oelmühlenweg in Datteln: 30 Anwohner und mehr sind sauer

Die Wut von Boris Goldhagen teilen viele der Anwohner. Sie haben bereits Eigeninitiative ergriffen und selber Schilder aufgehangen. Auch das hat nichts gebracht, die Schilder wurden einfach wieder abgerissen. Zurzeit überlegen sie, ob sie ihre Fahrzeuge und Anhänger wie Verkehrsinseln an den Straßenrand stellen, um Autofahrer zum Abbremsen zu bringen. 

Sowohl Trecker, als auch Autos nutzen regelmäßig die enge Straße. Auch einen Fußgängerweg gibt es nicht.

Gerade in den Morgenstunden ist die Straße viel befahren. „Ich muss sogar im Sommer mit geschlossenen Fenstern schlafen, sonst geht gar nichts mehr“, beschwert sich eine Anwohnerin über die Lautstärke. 

Anwohner in Datteln haben Angst um ihre Kinder

Alle Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Autofahrer, Treckerfahrer und Fußgänger teilen sich eine Straße. Vor allem um ihre Kinder haben die Anwohner Angst. Das Ehepaar Goldhagen lässt ihren Sohn nicht alleine den Schulweg gehen. Zu groß ist die Angst um das eigene Kind. Und auch die Kinder lässt die Raserei nicht unbeeindruckt: Der Sohn der Goldhagens hat Angst, draußen zu spielen. Er wurde schon einmal fast von einem schnellen Auto erwischt. 

„Wir haben uns alle vor Jahren bewusst dazu entschieden, weiter aus der Innenstadt wegzuziehen und dadurch längere Fahrten in Kauf genommen“, sagt eine Anwohnerin. „Jetzt leidet die ursprüngliche Wohnqualität darunter.“ 

„Uns ist allen bewusst, dass die Autofahrer irgendwo lang fahren müssen“, sagt Boris Goldhagen. „Aber die Geschwindigkeit ist einfach zu hoch.“ Er und seine Nachbarn wünschen sich, dass sich nun endlich etwas ändert.  Stadtsprecher Dirk Lehmanski hat zugesagt, dass in den kommenden Tagen eine Tempo-Anzeige-Tafel am Oelmühlenweg angebracht wird. Auch werden Daten, also die Geschwindigkeiten der Autofahrer, erfasst. Die Polizei werde ebenfalls informiert. 

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