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Erste Handyverbote gelten nun auch in Dattelner Kitas

Erste Verbote in Dattelner Einrichtungen

Handys müssen auch in Dattelner Kitas immer öfter draußen bleiben

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Zehn Essener Kitas haben sich für ein Handyverbot entschieden. Eltern würden ihre Kinder oft nur „nebenbei“ abgeben oder abholen. Darunter leiden die Kinder. Auch in Datteln ist das jetzt ein Thema.

„Ein Verbot finde ich total gut“, sagt Nicole Schrief von der Kita St. Amandus. Gesprochen haben die Erzieher bereits darüber, eine Entscheidung wurde bis jetzt aber noch nicht getroffen. Oft kämen die Eltern mit ihren Handys in die Kita, seien am telefonieren und fordern ihr Kind auf, sich schnell anzuziehen anstatt sich Zeit für eine Begrüßung zu nehmen. „Den Kindern kann so das Gefühl vermittelt werden, mit einer Wand zu reden“, sagt Schrief.

Stadtsprecher Dirk Lehmanski teilte auf Anfrage mit, dass ab sofort im städtischen Bewegungskindergarten ein Handyverbot gilt. Sowohl bei Eltern als auch bei den Erziehern sind Smartphones nicht erwünscht. Gekennzeichnet sei dies mit einem Schild, auf dem ein durchgestrichenes Smartphone abgebildet ist. „Das ist der erste Schritt in die richtige Richtung, wir werden sehen, was daraus wird“, sagt Lehmanski.

In der AWO-Kita Haus des Kindes International gilt ein solches Verbot schon immer. „Aus zwei Gründen“, erklärt Kitaleiterin Sybille Rinkowski. Zum einen möchte die Kita nicht, dass die Strahlen von Handys in der Kita sind. „Wir haben einen Laptop für wichtig Informationen, aber unsere Arbeit findet am Kind statt, nicht am Handy“, so Rinkowski. Für einen respektvollen Umgang untereinander bleibt das Handy in der Tasche. Daran haben sich, so Rinkowski, die Eltern auch schon gewöhnt. „Wenn es wichtig ist, gehen sie zum Telefonieren nach draußen vor das Tor.“ Und das finde sie gut. „Wenn man sein Kind abholt, muss man nicht mit der besten Freundin telefonieren oder eine WhatsApp verschicken. Das ist respektlos.“ Ein Kind brauche eine Ansprache und Erklärungen der Eltern und nicht „irgendwelche Bilder“.

Verboten sind Handys in der Kita sogar auf Veranstaltungen, denn es ist nicht gewollt, dass anschließend Fotos im Netz landen, wo sie für immer bleiben. Rinkowski hält an dem Verbot fest und rät auch anderen dazu. „Der Bezug sollte Mensch zu Mensch sein und nicht Mensch zu Handy.“ Sonst habe man schnell eine „beziehungslose Welt“.

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