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Das Unkraut wuchert heftig auf dem alten Ringschulgelände.

Anwohner verärgert

Ringschul-Areal wird auf Jahre Lagerplatz

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DATTELN - Der Anblick, der sich Anwohnern am Gelände der alten Ringschule bietet, ist alles andere als ansprechend. Meterhoch steht das Unkraut am Rande des Areals, der Gehweg ist teils bis zur Hälfte zugewuchert und überall liegt Müll herum. Kein Wunder, dass sich die Nachbarn darüber ärgern, wie sie beim Besuch in der Redaktion deutlich machten. Und es steht zu befürchten, dass sich die Optik sogar noch verschlimmern könnte.

Denn das rund 9 200 Quadratmeter große Areal am Südring wird auf Jahre als Lagerplatz für Baumaterialien und Erdreich dienen. Das erklärte Stadtsprecher Dirk Lehmanski auf Anfrage unserer Redaktion.

Von den Plänen, das Gelände als Parkplatz zu nutzen – hier sollten ursprünglich Schüler des Berufskollegs preiswerter parken können als auf anderen gebührenpflichtigen Parkplätzen der Innenstadt – habe man sich verabschiedet, so Lehmanski weiter.

Vielmehr solle das Grundstück, auf dem bis Anfang 2015 die Ring- und Pestalozzischule standen, mittelfristig bebaut werden. Ob mit Wohnbebauung oder mit Einzelhandel ist derzeit noch völlig offen. Pläne gibt es dafür noch nicht im Rathaus.

Damit hat die Stadt auch noch reichlich Zeit, denn zunächst dient das alte Schulgelände, das seit Ende 2015 brach liegt, als Lagerplatz. Zunächst wird die Stadt Datteln selbst hier ab 2017 Baumaterial und Boden deponieren – und zwar im Zuge der geplanten Erneuerung der Kanalisation in der Castroper Straße. Baubeginn wird voraussichtlich im ersten Quartal 2017 sein, geplante Bauzeit rund zwei Jahre.

Wenn die Stadt das Gelände geräumt haben wird, kommt der Lippeverband ins Spiel. Der plant die bauliche Veränderung des Mühlenbachs, der direkt neben dem Schulgelände fließt. Hier sollen, wie berichtet, die Spundwände beseitigt werden, die Ufer zu einer Böschung umgebaut werden. Baustart ist voraussichtlich 2019.

Einziger Lichtblick für die genervten Anwohner: Die Stadt verspricht kurzfristig angesichts der Beschwerden Abhilfe zu schaffen – zumindest was die zugewucherten Gehwege angeht.

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