Hauptausschuss

Bürgermeister plant die familienfreundliche Stadt - so könnte das „Haus der Familie“ in Datteln aussehen

  • Sebastian Balint
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Bürgermeister André Dora will im nächsten Hauptausschuss der Stadt Datteln das „Haus der Familie“ vorstellen. Er hofft auf grünes Licht. So soll sie aussehen.

Eine zentrale Anlaufstelle für die ganze Familie, das ist das Ziel, das Bürgermeister André Dora mit seinem Projekt, dem „Haus der Familie“, verfolgt. Im Jugendhilfeausschuss stellte er sein Konzept vor. Und dort sei es gut aufgenommen worden, berichtet der Bürgermeister. Im Verlauf der Sitzung habe sich eine konstruktive Diskussion mit wertvollen Anregungen anderer Ausschussmitglieder ergeben. Er wolle mit dem Haus der Familie eine offene Anlaufstelle schaffen, die es bei Bedarf ermöglicht, niederschwellig Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten der Stadt Datteln zu schaffen, erklärt Dora. Ihm schwebe ein multifunktioneller Gebäudekomplex vor, indem alle Teile des Fachdienstes Kinder, Jugend und Familie untergebracht sind. Das Erdgeschoss soll aber einer Kita vorbehalten sein. „Eine Kita muss ebenerdig sein“, sagt Dora. Auf anderen Ebenen sollen dann Bereiche für andere Altersgruppen und Bedarfe eingerichtet werden. Auch die Büros des städtischen Jugendamtes und des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) sollen hier angesiedelt werden.

Datteln könnte eine Vorreiterrolle einnehmen

„Für Eltern ist es doch viel einfacher, zum Beispiel ein Beratungsgespräch zu führen, wenn sie das Kind im selben Gebäude in guten Händen wissen“, sagt der Bürgermeister. „Und Kinder haben ebenso die Möglichkeit, sich bei Problemen an unsere Mitarbeiter zu wenden. Man ist schneller mal den Gang runter oder die Treppe hochgelaufen, als einmal quer durch die Stadt zu fahren.“ Der Bürgermeister verfolge einen sehr innovativen Ansatz mit seiner Projekt-Idee, erklärt Jugendamtsleiter Peter Wenzel. „Sicher, es gibt Einrichtungen in Deutschland, die auch den Namen ‚Haus der Familie‘ tragen. Doch keines dieser Projekte wurde so konsequent umgesetzt, wie es André Dora für die Stadt Datteln plant.“ Die Kanalstadt könne damit eine Vorreiterrolle in diesem Bereich einnehmen, sagt Wenzel. Im Haushalt sind für dieses Projekt drei Millionen Euro eingeplant. „Wir bemühen uns aber um Bundesmittel“, erklärt der Bürgermeister. Ein möglicher Standort könnte das Gelände an der Straße Am Mühlenbach sein, auf dem bis 2010 die Ringschule stand.

Dora will Anreize für Familien in Datteln schaffen

Dora bestätigt, dass die Fläche im Besitz der Stadt Datteln ist und viele der Voraussetzungen für die Umsetzung des Projektes dort erfüllt seien. „Das Haus der Familie muss zentral liegen“, sagt Dora. „Und es muss ebenso gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, wie mit dem Auto oder dem Fahrrad.“ Zudem sei die Nähe zur Vestischen Kinder- und Jugendklinik optimal und auch der Sportpark Mitte sei fußläufig gut zu erreichen. Dora sagt, dass das Haus der Familie zur Attraktivitätssteigerung der Stadt Datteln beitragen wird. Es müssten Anreize dafür geschaffen werden, dass junge Menschen in Datteln bleiben und hier ihre Familien gründen. „Oder, dass sich Familien von außerhalb hier niederlassen.“ Und mehr Familien in der Stadt würden zudem auch mehr Kaufkraft bringen. „Und das wiederum kommt unseren Händlern zugute.“ Wie genau der Gebäudekomplex „Haus der Familie“ aussehen soll, dazu gibt es aktuell noch keine Pläne, sagt Dora. „Erst mal muss der Hauptausschuss grünes Licht geben.“ Sollte dies am Mittwoch geschehen, könne er sich vorstellen, einen Wettbewerb auszurufen. Auch sollen die städtischen Mitarbeiter in die Planung mit einbezogen werden. „Die wissen aus ihrer täglichen Arbeit, welche Anforderungen ihre Arbeitsplätze erfüllen müssen.“ Wenn Doras Plan aufgeht, soll das „Haus der Familie“ 2023 seinen Betrieb aufnehmen.

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