In Zweier-Teams kontrollieren die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Datteln die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung – nicht nur in der Fußgängerzone.
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In Zweier-Teams kontrollieren die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt Datteln die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung – nicht nur in der Fußgängerzone.

Ordnungsamt im Einsatz

70 Verstöße in zwei Tagen: So viele Mitarbeiter kontrollieren in Datteln die Corona-Regeln

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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  • Sebastian Balint
    Sebastian Balint
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Innerhalb von nur zwei Tagen ahnden Ordnungsamtsmitarbeiter Holger Rittner und seine Kollegen 70 Verstöße gegen die Maskenpflicht im Bereich Innenstadt und Castroper Straße.

In der Regel würden sich die ertappten Personen ohne Maske einsichtig zeigen, sagt Holger Rittner vom Ordnungsamt. „Einige dieser Personen waren ortsfremd“, erklärt er weiter. „Sie wussten gar nicht, dass in der Fußgängerzone Maskenpflicht herrscht.“ Andere wiederum hätten einfach vergessen, die Maske aufzusetzen. Auf echte Maskenverweigerer würden er und seine Kollegen nur noch selten stoßen.

Acht Mitarbeiter sind täglich für das Ordnungsamt im Einsatz, um in der 35.000-Einwohner-Stadt nach dem Rechten zu schauen. Die Corona-Kontrollen würden eine deutliche Mehrbelastung unter sich immer wieder verändernden Vorzeichen darstellen, erklärt Ralf Feldhaus, Chef des Dattelner Ordnungsamtes.

Datteln: Mitarbeiter legen Wert auf höflichen Umgangston - und verteilen Ordnungsgelder

Bei der Ansprache von Bürgern, die gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen, würden er und seine Kollegen Wert auf einen höflichen Umgangston legen, sagt Rittner. Die Leute würden es zähneknirschend hinnehmen, wenn Rittner ihre Personalien aufnimmt – wohlwissend, dass ein Ordnungsgeld in Höhe von 50 Euro winkt. „Nachdem die Kollegen die Ordnungswidrigkeit festgestellt haben, übernimmt unser Innendienst“, erklärt Ralf Feldhaus. „Der verschickt dann einen Anhörungsbogen.“

Dass das Ordnungsamt nicht vor Ort kassiert, hat einen guten Grund. „Um möglichen Betrugsmaschen vorwegzugreifen, verzichten wir darauf, noch vor Ort zu kassieren. Schließlich ist eine gelbe Warnweste mit der Aufschrift ‚Ordnungsamt‘ schnell gemacht“, erklärt Feldhaus.

Datteln: Regelbrecher stammen aus keiner bestimmten Bevölkerungsschicht

Atteste, sagt der Ordnungsamtschef, die von der Maskenpflicht befreien sollen, müssten die betroffenen Bürger immer mit sich führen. „Nachreichen ist nicht möglich“, sagt Feldhaus. Ob es bestimmte Bevölkerungsgruppen gibt, die sich als Regelbrecher hervortun, verneint Holger Rittner. „Das zieht sich durch alle sozialen Schichten, alle Altersgruppen und ist auch unabhängig von der Herkunft.“

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