Hier stand der Basketball-Korb im Sportpark Mitte. Im Hintergrund sind die Wohnhäuser zu sehen
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Hier stand der Basketball-Korb im Sportpark Mitte. Im Hintergrund sind die Wohnhäuser zu sehen

Millionen-Projekt

Ärger am Sportpark Mitte: Alternative für Basketballer gefunden - Fußballer ziehen ein

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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Im Mai wurde die Breitensportangebote im neuen Sportpark Mitte eröffnet – knapp drei Monate später haben die ersten Anwohner bereits genug von dem 3,7 Millionen Euro teuren Projekt mitten in Datteln.

  • Anwohner klagen über Lärmbelästigung am Sportpark Mitte
  • Neben lauter Musik, Trinkgelagen und der Gaststätte ist auch der Sport ein Ärgernis
  • Stadt montiert Basketball-Korb wieder ab

Update, 31. August, 17.55 Uhr: „Wo Sport ist, ist Lautstärke“, sagt Peter Amsel, Chef des Stadtsportverbandes. Er erwarte ein bisschen Toleranz der Anwohner, denn zum einen hätten Kinder ein Recht darauf, laut zu sein. Und zum anderen sei das der Preis, den eine Gesellschaft für einen innenstadtnahen Sportpark mit zahlreichen Angeboten zahlen müsste.

Er hofft, sich an den Gesprächen, zu denen Bürgermeister André Dora die Anwohner eingeladen hat, beteiligen zu können. Diesen Wunsch lehnt die Stadt zunächst einmal ab. Es gehe bei den Gesprächen primär um die Zukunft der Gastronomieanlage, erklärt Stadtsprecher Dirk Lehmanski.

Datteln: Lösung für Basketballer - Schulplatz soll genutzt werden

Eine kurzfristige Lösung bietet die Stadt Datteln den enttäuschten Basketballern, die auf dem Sportpark-Gelände keinen Korb mehr zur Verfügung haben. Laut Stadtsprecher Lehmanski ist der Basketballplatz des Gymnasiums bis 22 Uhr vom Gelände des Sportparks Mitte zugänglich.

Die Schule schließt ihren Durchgang zum Platz zwar bereits am früheren Abend, der öffentliche Zugang bleibt aber bestehen und soll den Sportlern damit eine Alternative zu dem Korb auf der Rollschuhbahn bieten, meint die Stadt.

Datteln: Fußballer ziehen in den Sportpark Mitte

Leiser wird es am Sportpark Mitte nun, da am Dienstag, 1. September auch die Fußballvereine Kültürspor Datteln und DJK SF Datteln den Betrieb an der Anlage aufnehmen, nicht. Zur heutigen Vertragsunterzeichnung werden auch Vertreter der Schulen erwartet, die die Anlage mitbenutzen.

Unsere Erstberichterstattung: Im Mai wurde die Breitensportangebote im neuen Sportpark Mitte eröffnet – knapp drei Monate später haben die ersten Anwohner bereits genug von dem 3,7 Millionen Euro teuren Projekt mitten in Datteln: Sie beklagen Lärmbelästigung. Die sei zum einen vom nunmehr geschlossenen Almstadl ausgegangen, aber auch von Jugendlichen, die dort bis spätabends laute Musik hören und Alkohol trinken.

Aber selbst wenn sie Sport treiben, ist das ein Ärgernis für die Anwohner: Der Schall von tickenden Basketbällen sei laut und deutlich von früh morgens bis spät abends hörbar gewesen. Den Basketball-Korb hat die Stadt nun wieder abmontiert. Laut Stadtsprecher Dirk Lehmanski habe das nichts mit den Beschwerden der Anwohner zutun.

Datteln: Stadt nennt andere Gründe für das Entfernen des Basketball-Korbs

Die Basketball-Anlage wurde auf der Rollschuhbahn errichtet. Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Ballsportler den Betrieb der Rollschuhfahrer einschränkten und habe den „Versuch“ wieder aufgegeben. Die Anwohner machten ihre Position aber nun in einer Sitzung des Rats der Stadt Datteln deutlich.

Datteln: Ideen für Sportpark-Gastronomie machen Anwohner sorgen

Sie konfrontierten Bürgermeister André Dora (SPD) direkt mit ihren Sorgen: Im Bebauungsplan des Sportparks sei ein Kiosk mit Toilettenanlage eingezeichnet – und keine Gaststätte. Dora räumte ein, dass sich der Betreiber des Almstadls nicht an geltende Regeln gehalten habe.

Für zukünftige Nutzungen gebe es noch keine konkreten Pläne. Dass Interessenten ihre Ideen kundtun, sei dabei allerdings nur legitim. „Es wird kein Event-Center am Sportpark errichtet“, versicherte Dora. Er lud die Anwohner zu einem persönlichen Gespräch ein, um eine Lösung für die Probleme zu suchen.

„Spielende Kinder machen Lärm“, lautet der Kommentar des Autors zu diesem Thema. Sie lesen ihn in der Ausgabe von Freitag, 28. August 2020, in der Print-Ausgabe der Dattelner Morgenpost oder im E-Paper.

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