Pascal Joswig (28) behandelt täglich Corona-Patienten.
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Pascal Joswig (28) behandelt täglich Corona-Patienten.

Mediziner war selbst infiziert

Dattelner Arzt berichtet über Corona: „Am zehnten Tag fällt die Entscheidung.“

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Dass es nach wie vor Menschen gibt, die an der Existenz des Coronavirus‘ zweifeln, mache ihn fassungslos, sagt Pascal Joswig im Gespräch mit unserer Redaktion. Er behandelt täglich Infizierte.

„Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sauer mich das macht“, ärgert sich der Arzt. „Das hat nichts mit Denken zu tun. Da ist auch nichts quer, da ist gar nichts.“ Seit Monaten behandelt der 28-Jährige Corona-Patienten in einem Krankenhaus im Kreis Recklinghausen.

Ende Juni bekam er von jetzt auf gleich 40 Grad Fieber. Tage später stellt sich heraus, dass er corona-positiv ist. „An Corona habe ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht gedacht“, erinnert sich Joswig, der in Datteln lebt. „Ich hatte keines der üblichen Symptome. Weder Husten, noch Schnupfen. Auch konnte ich normal riechen und schmecken. Lediglich Halsschmerzen hatte ich.“

Datteln: Mediziner versucht das Fieber zu senken

Joswig berichtet, dass er grundsätzlich bei Erkrankungen zu hohem Fieber neige. Die 40 Grad auf dem Thermometer hätten ihn daher auch kaum beeindruckt. Er verschreibt sich selbst „Abwarten und Tee trinken“. Drei Tage lang versucht er, das Fieber zu senken – ohne Erfolg. Also sucht er seinen Hausarzt auf.

Der bestätigt nach einem Blick in den Hals des Erkrankten, dass dieser entzündet ist. Pascal Joswig setzt nun die auch vom Kollegen empfohlene Bettruhe fort. Doch das Fieber bleibt auch in den folgenden Tagen unverändert hoch. Trotzdem der junge Mediziner regelmäßig trinkt, scheidet er kaum noch Urin aus, fängt sogar an zu Halluzinieren.

Datteln: Und plötzlich brach das Chaos aus

Er beschließt, den Hausarzt ein weiteres Mal zu konsultieren. „Das war ein Freitag und mein Hausarzt hatte geschlossen. Also habe ich mich bei uns in der Notaufnahme vorgestellt“, berichtet Joswig. Auch jetzt hatte niemand aufgrund der fehlenden Symptome Corona im Verdacht.

Die Kollegen nehmen ihm Blut ab und führen routinemäßig einen Abstrich durch. Joswig begibt sich wieder nach Hause, um auf die Ergebnisse zu warten. „Und dann brach plötzlich das Chaos aus“, beschreibt der Mediziner den Folgetag.

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