An warmen Tagen versammeln sich viele Menschen am Lippestrand in Olfen.
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An warmen Tagen versammeln sich viele Menschen am Lippestrand in Olfen.

Strand ist kein Naturbad

Ärger am Lippestrand in Olfen: Verbote werden dreist ignoriert - Stadt will reagieren

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Der Lippestrand in Olfen ist beliebt, auch bei Bürgern aus Datteln. Aber es droht Ärger. Denn das schöne Fleckchen Erde wird als Naturbad zweckentfremdet - allen Verboten zum Trotz.

  • An warmen Tagen lassen sich viele Menschen am Lippestrand in Olfen nieder.
  • Der Aufenthalt dort ist jedoch grundsätzlich verboten.
  • Der Lippestrand ist Teil eines Naturschutzbereiches für Tiere und Pflanzen.

Olfens Bürgermeister Wilhelm Sendermann ärgert sich über die Menschen, die allen Schildern und Maßnahmen zum Trotz, den Lippestrand, der auch bei Bürgern aus Datteln sehr beliebt ist, zweckentfremden. „Die Maßnahmen und Schilder an der Lippe werden nicht akzeptiert und nicht befolgt“, sagt Sendermann.

Datteln: Facebook-Nutzer ärgern sich

Um die Besucherströme zu unterbinden hatte die Stadt schon Absperrungen eingerichtet. Zuletzt kamen dann auch nicht ganz so viele Menschen wie vorher an den Lippestrand. Eigentlich sollte sich aber niemand in diesem Naturschutzbereich, der auch von Dattelner Seite aus gut einzusehen ist, aufhalten.

„Ich bin im Moment echt sauer“, schreibt eine Facebook-Nutzerin. Sie spricht sich für einen stärkeren Einsatz des Ordnungsamtes aus. Der schöne Sandstrand und der Aussichtspunkt am Strand der Lippe seien völlig zugemüllt. „Zudem standen dort ca. 15 Autos im absoluten Halteverbot“, schreibt die Frau.

Datteln: Olfen kündigt weitere Maßnahmen an

Wilhelm Sendermann versteht, dass die Menschen in Coronazeiten nach Plätzen zum Schwimmen suchen, doch würden Erholungssuchende „ruhige Plätzchen am Kanal finden.“ Die Menschen, die das Verbot ignorieren beschreibt Sendermann so: „Das ist wunderschön, man nimmt sich das.“

Die Stadt Olfen kündigt nun an, weitere Maßnahmen zu ergreifen. „Irgendwann müssen wir mit anderen Maßnahmen beginnen“, sagt der Bürgermeister. Vorstellbar wären etwa tiefere Gräben, die die Menschen davon abhalten, das Areal zu betreten. „Gute Erfahrung haben wir auch mit der Beweidung von Flächen gemacht, die nicht betreten werden sollen“, sagt Sendermann. Doch dafür müssten die Besitzer dieser Flächen mitspielen.

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