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Behutsam müssen die Landwirte bei der Bodenbearbeitung zur Vorbereitung der Maissaat umgehen, denn jeder Arbeitsgang kostet Wasser

Schauer reichen nicht aus

Grüne Wiesen trotz trockener Böden: Bauern in Datteln befürchten drittes Dürrejahr in Folge

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  • Norbert Schmitz
    Norbert Schmitz
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Auch im Jahr 2020 macht die Dürre den Landwirten in Datteln zu schaffen. Vereinzelte Schauer helfen da nicht weiter - die Niederschläge im April und Mai sind entscheidend.

  • In den Jahren 2018 und 2019 hatten die Landwirte aufgrund anhaltender Trockenheit mit Ernteausfällen zu kämpfen.
  • Nach einem regenreichen Februar sah es für die Ernte 2020 besser aus.
  • Doch bis auf einen leichten Schauer hat es zwischen März und April nicht geregnet.

Sattes Grün ist derzeit auf den Feldern in Datteln und Umgebung, auf denen die Winteraussaat gedeiht, zu sehen - doch der Schein trügt etwas: Nach den ergiebigen Niederschlägen im Februar und März konnten sich die Böden ein wenig erholen, seitdem hat es aber rund 30 Tage nicht geregnet - ausgenommen eines Schauers am 18. April.

Datteln: Wasser wird überall auf den Feldern benötigt

„Die Wintergetreidebestände wie Wintergerste und Winterweizen haben sich gut entwickelt und befinden sich zurzeit im Längenwachstum“, erläutert Heinz Boller, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Ortsvereins. Damit sich dieser Entwicklungsprozess zur Ausbildung der Ähren fortsetzen kann, bedarf es Feuchtigkeit. Denn die Oberböden sind bedingt durch den scharfen Nord-Ost-Wind der vergangenen Tage bereits wieder ausgetrocknet.

Dabei seien gerade die Niederschläge im April und Mai entscheidend für eine verzögerte Abreife des Getreides und eine lange Kornfüllung. Auch das Grünland benötige regelmäßige Niederschläge, um nach dem ersten Schnitt weiteren Auswuchs zu gewährleisten.

Datteln: Böden stellen die Bauern derzeit vor eine große Herausforderung

Bei dem jetzt schon sehr stark ausgetrocknetem Oberboden gehe es darum, möglichst wasserschonend zu arbeiten und wenig in die Bodenstruktur einzugreifen. Denn der Mais zum Beispiel braucht einen sehr lockeren Boden und viel Feutigkeit. Heinz Boller: „Für die Bauern ist das zurzeit eine absolute Herausforderung, den Boden so wenig wie möglich zu bewegen und dennoch die Pflanzenreste der Zwischenfrüchte sowie Gülle oder Stallmist in die Oberkrume einzuarbeiten und trotzdem ein optimales Saatbeet für den Mais zu schaffen.“

Den Spargelbauern machte kurz vor Beginn der Ernte ein ganz anderer Umstand zu schaffen - es fehlen Helfer.

Nicht nur wegen der vergangenen Dürrejahre muss der letzte Milchbauer in Datteln um seine Existenz fürchten - es geht um den Milchpreis.

Auf den Feldern staubt es schon wieder

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