Echte Hingucker sind die selbst gebastelten Adventskränze von Heti Schreckenberg.
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Echte Hingucker sind die selbst gebastelten Adventskränze von Heti Schreckenberg.

Ein Zeichen der Wertschätzung

Beliebte Dattelner Spendenaktion verläuft trotz Corona erfolgreich

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Die Dattelner Willi-und Heti-Schreckenberg-Stiftung unterstützt die Mitarbeiter im St. Vincenz, der Kinderschutzambulanz und arme Familien in Peru, mit einer Spende.

In den letzten fünf Jahren versteigerte die Dattelner Willi-und Heti-Schreckenberg-Stiftung selbst gebastelte Adventskränze im amerikanischen Stil. Die Erlöse gingen immer zugunsten des Kinderhilfsprojektes in Peru und der Kinderschutzambulanz der Vestischen Kinderklinik in Datteln.

Doch in diesem Jahr ist alles etwas anders. So musste die Dattelner Stiftung aufgrund der Corona-Pandemie auf die beliebte Aktion verzichten. Dennoch war die Nachfrage nach den liebevoll gestalteten Adventskränzen weiterhin groß.

Datteln: Stiftungsgründerin erhält viele Anrufe

So erhielt die Stiftungsgründerin Heti Schreckenberg viele telefonische Anfragen. Sie entschied sich kurzerhand dafür, den Wünschen nachzukommen – wenn auch ohne Versteigerung. Gemeinsam mit Angelika Kraneför entwarf sie elf individuelle Adventskränze. Damit machten die beiden engagierten Damen nicht nur die neuen Besitzer glücklich, sondern auch die Mitarbeiter der Intensiv- und Isolierstation des St.-Vincenz-Krankenhauses in Datteln.

Denn sie bekamen Geschenkgutscheine im Gesamtwert von 800 Euro überreicht, die aus dem Erlös der verkauften Kränze stammen. „Diese Aktion soll ein Zeichen der Wertschätzung für die enorm gute, soziale und fachliche Leistung meiner Kollegen sein. Trotz der Mehrbelastung aufgrund der Corona-Krise und dem selbst ausgesetzten Risiko sind sie für die Menschen mit Herz und Verstand da“, sagt die Stiftungsgründerin und gleichzeitig Mitarbeiterin des Dattelner Krankenhauses, Heti Schreckenberg.

Stiftungs-Historie

Im Mai 2009 wurde die Willi & Heti Schreckenberg Stiftung gegründet.

2003 hatten die Schreckenbergs in Peru (Pisco) gemeinsam in einem Team (bestehend aus, Schwestern und Ärzten) Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten operiert. Einerseits wurde vielen Kindern durch die OP eine „normale Nahrungsaufnahme“ ermöglicht, andererseits erhielten sie hierdurch ein „normales Aussehen“ und somit wieder eine Zukunftsperspektive.

Es wurden ausschließlich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende operiert, deren Familien niemals die finanziellen Möglichkeiten zu solchen Eingriffen gehabt hätten.

Die schwere Krankheit von Willi Schreckenberg bewegte die Familie dazu, eine Stiftung ins Leben zu rufen, die chancenlosen Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien hilft.

Kontakt: info@willihetischreckenbergstiftung.de

Datteln: Eine Spende geht auch nach Peru

Aber auch die Dattelner Kinderschutzambulanz von Dr. Tanja Brüning ist von der Corona-Krise betroffen. Durch die zeitweise geschlossenen Betreuungseinrichtungen der Kindertagesstätten und Schulen sowie der geringe Kontakt zu Spielkameraden in diesem Jahr, hat die häusliche Gewalt an Kindern leider zugenommen. „Gerade die Kinder als schwächstes Glied in der sozialen Kette sind für mich der beste Grund, der voll ausgelasteten Kinderschutzambulanz mit seinen engagierten Mitarbeitern eine Spende in Höhe von 1000 Euro zu überweisen“, so die Dattelner Stiftungsgründerin.

Und ebenso im entfernten Peru, dem Land, das eigentlich der Auslöser für die Gründung der Willi-und-Heti Schreckenberg-Stiftung war, geht es den Ärmsten der Armen immer schlechter. Märkte wurden geschlossen, Nahrungsmittelpakete müssen verteilt werden, um die Not zu lindern. Als Unterstützungshilfe spendet die Stiftung zum Jahresende weitere 1000 Euro an den Verein „Herzen für eine neue Welt“.

Weitere Artikel, etwa über die Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie, lesen Sie in der Printausgabe der Dattelner Morgenpost und in unserem ePaper.

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