Vor dem Landgericht in Bochum wird aktuell gegen einen Mann aus Datteln verhandelt.
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Vor dem Landgericht in Bochum wird aktuell gegen einen Mann aus Datteln verhandelt.

Missbrauchsprozess gegen Dattelner

Busfahrer aus Datteln soll die eigene Tochter sexuell missbraucht haben

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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  • Sebastian Balint
    Sebastian Balint
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Am Montag wurde vor dem Bochumer Landgericht der Prozess gegen einen ehemaligen Busfahrer aus Datteln fortgesetzt. Der 42-Jährige soll seine Tochter missbraucht haben.

„Er ist das Schlimmste, was ich kenne“, soll die Tochter eines ehemaligen Busfahrers aus Datteln in der Kinder- und Jugendpsychiatrie über ihren Vater gesagt haben. Das ist am Montag im Prozess am Bochumer Landgericht bekannt geworden. Seitdem die schweren Vorwürfe gegen ihren Vater bekannt geworden sind, befindet sich das Mädchen in Behandlung.

Anfangs soll der 42-Jährige laut Anklage seine damals neunjährige Tochter nackt fotografiert und sich dann auch sexuell an ihr vergangen haben. Um sich emotional zu stabilisieren hatte die Schülerin im letzten Jahr eine dreimonatige Therapie absolviert. Das sei auch weitestgehend gelungen, berichtet eine Pädagogin, die im Prozess als Zeugin gehört worden ist.

Datteln: Vater wollte Therapie verhindern

Der Mann aus Datteln hatte nach ihren Angaben sogar noch versucht, den stationären Aufenthalt der Tochter zu verhindern. „Das Sorgerecht lag anfangs noch bei beiden Eltern“, berichtet die Zeugin. „Und es gab damals keine Zustimmung des Vaters.“ Das Mädchen selbst sei damals sehr „schüchtern, unsicher und traurig“ gewesen.

Außerdem habe die Schülerin Albträume und Schlafstörungen gehabt. Ihr „Papa“ habe dabei immer wieder eine Rolle gespielt. In der Therapie habe man sich deshalb darauf konzentriert, ihr „Werkzeuge“ an die Hand zu geben, die ihr helfen sollen, den Alltag besser zu meistern.

Datteln: Während der Therapie ging es dem Mädchen besser

Und das habe auch funktioniert. „Sie wurde selbstsicherer und hat gelernt, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu formulieren.“ Während der Therapie sei aber nicht über die Missbrauchsvorwürfe gesprochen worden, da das Strafverfahren noch nicht begonnen hatte.

Der Angeklagte selbst hat sich bislang nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu den Vorwürfen geäußert. Vor Gericht geht es außerdem auch noch um kinderpornografische Bilder und Videos. Der Prozess wird fortgesetzt.

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