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Setzen sich gegen Rassismus an ihrer Schule ein: (v.li.) Lehrerin Sarah Homann, Nora Pulvermacher, Sophie Magritz und Hanna Mosel.

Comenius-Gymnasium

Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus: Schülerinnen ziehen Schlussstrich für ganz Datteln

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Für einige Schüler sind es witzige WhatsApp-Bildchen, die sie an ihre Mitschüler verschicken. Jedoch beinhalten viele homophobe, rassistische und fremdenfeindliche Aussagen - und verursachen oft seelischen Schaden. 

In der fünften Klasse werden Schüler schon oft mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus konfrontiert, auch wenn es für viele oft nur Kleinigkeiten wie WhatsApp-Bilder sind. Deshalb haben sich vier Comenius-Schülerinnen gesagt: Jetzt ist Schluss - und sind nun Teil des Netzwerks "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage".

Comenius-Gymnasium Datteln bekommt Siegel verliehen

Am kommenden Mittwoch, 18. Dezember, um 17.30 Uhr bekommt das Gymnasium in der Eingangshalle das offizielle Siegel verliehen. Dazu sind nicht nur alle Schüler eingeladen, sondern ganz Datteln. "Wir wollen Datteln bunt machen", sagt Schülerin Nora Pulvermacher, die mit drei anderen Schülerinnen dafür gesorgt hat, dass das Comenius teil des Netzwerks wird. "Wir brauchen viele stimmgewaltige Gäste, denn gemeinsam wollen wir unsere Stimme in Datteln für Vielfalt und Toleranz erheben", sagt Lehrerin Sarah Homann. Es wird eine Mitmach-Veranstaltung mit viel Musik und Performances. "Comenius leuchtet bunt" ist das Motto.

Comenius-Gymnasium Datteln: Unterschriften von 70 Prozent der Schulgemeinschaft

Im vergangenen Jahr haben Schüler engagiert Unterschriften aller Mitglieder der Schulgemeinschaft gesammelt, um die Voraussetzung für die Aufnahme zu erfüllen. Ob Mitschüler, Lehrer, Schulleitung, Eltern, Reinigungskräfte oder Hausmeister – mindestens 70 Prozent aller am Schulleben Beteiligten müssen zustimmen, sich zukünftig für eine „Schule ohne Rassismus“ einzusetzen.  

"Wir wollen alle für das Thema sensibilisieren“, sagt Hanna Mosel. "Das geht uns alle an, wir haben alle eine Verantwortung", ergänzt Sophie Magritz. Ab 2020 werden Schüler zukünftig über kleinere Aktionen und größere Projekte dazu ermutigt, in Konflikte einzugreifen und seine Stimme zu erheben, um gemeinsam etwas gegen Ausgrenzung, Rassismus und Diskriminierung zu tun. 

Smartphones und neue Medien werden bei Schülern immer öfter zum Problem

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