Provisorium Notfallambulanz: Die farbigen Markierungen zeigen den Weg. Wer aus der Kabine 2 kommt und bei dem Verdacht auf Corona besteht, folgt dem roten Streifen, die übrigen Patienten folgen dem grünen Pfeil.
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Provisorium Notfallambulanz: Die farbigen Markierungen zeigen den Weg. Wer aus der Kabine 2 kommt und bei dem Verdacht auf Corona besteht, folgt dem roten Streifen, die übrigen Patienten folgen dem grünen Pfeil.

Pandemie

Coronavirus in der Kinderklinik Datteln: Geringe Fallzahl, aber gravierende Folgen

  • Uwe Wallkötter
    vonUwe Wallkötter
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An der Kinderklinik in Datteln ist seit dem Beginn der Corona-Pandemie lediglich eine Handvoll Kinder an Corona erkrankt. Aber die Auswirkungen sind dennoch gravierend.

Kinder sind nicht so gefährdet wie Erwachsene, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Das liegt an der Struktur der Zellen. Bei Kindern kann sich das Virus nicht so gut anheften. Seit dem Ausbruch der Pandemie ist nach Angaben von Prof. Dr. Michael Paulussen, dem Ärztlichen Direktor der Vestischen Kinder- und Jugendklinik in Datteln, deshalb auch „nur“ ein halbes Dutzend Kinder wegen Corona behandelt worden. Die Hälfte davon in den letzten Wochen. Eine relativ kleine Fallzahl, die aber trotzdem gravierende Folgen auf den Klinikbetrieb hatte – und auch weiter haben wird.

Denn die Infektionsschutzmaßnahmen, die die Klinik hochfahren musste, machten den Betrieb im Haus hoch kompliziert, sagt der Mediziner im Gespräch mit unserer Redaktion. Und Corona wird sich zudem auch wirtschaftlich negativ auswirken. Auch die Kinderklinik hat Intensivbetten freigehalten für die Aufnahme möglicher Covid-19-Patienten.

Kinderklinik Datteln: Stationäre Patienten werden auf Corona getestet

Seit rund fünf Wochen ist die Klinik dazu übergangen, alle stationären Patienten auf Corona testen zu lassen. Das Personal ist noch außen vor, es sei denn, es zeigen sich Symptome. Bei rund 1000 Mitarbeitern seien regelmäßige Testungen kaum leistbar, das übersteige die Testkapazitäten, sagt der Ärztliche Direktor. Zudem sei es auch ein finanzielles Problem bei Testkosten von rund 40 Euro pro PCR-Test.

Was der Mediziner auch feststellen musste: Aus Angst, sich in der Klinik anzustecken, sind etliche Eltern mit ihren kranken Kindern viel zu spät zur Klinik gefahren, was zu schweren Krankheitsverläufen geführt habe, die bei früherer Kontaktaufnahme hätten vermieden werden können.

Sorge bereitet dem Arzt die bevorstehende Infektionszeit in den kommenden Monaten. Da baulich eingeschränkt, muss die Klinik in der Notfallambulanz mit vielen Provisorien arbeiten, um Patienten mit und ohne Coronaverdacht räumlich zu trennen. „Eigentlich bräuchten wir mehr Personal und mehr Räume“, weiß Prof. Paulussen. Der Ärztliche Direktor sieht das als große Herausforderung für die Klinik. „Wir stehen vor der Aufgabe, aus diesen Provisorien eine gute und dauerhafte Struktur aufzubauen. Denn Corona bleibt.“

Den kompletten Artikel mit weiteren Informationen und Hintergründen lesen Sie am 3. November in der gedruckten Ausgabe der Dattelner Morgenpost oder bei uns im ePaper.

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