Der Eingang am St. Vincenz ist wegen der Coronalage für Besucher versperrt.
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Der Eingang am St. Vincenz ist wegen der Coronalage für Besucher versperrt.

Klinik reagiert auf Corona-Situation

Steigende Fallzahlen: Corona-Station im St.-Vincenz-Krankenhaus voll - 31 Mitarbeiter in Quarantäne

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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  • Uwe Wallkötter
    Uwe Wallkötter
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Die extra im Dattelner Krankenhaus eingerichtete Corona-Station ist bis auf das letzte Bett mit Patienten gefüllt - zwei davon müssen sogar intensivmedizinisch versorgt werden.

Update, 19. November, 15.37 Uhr: Innerhalb nur eines Tages ist die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen in Datteln um 37 Personen angestiegen. Diese Entwicklung schlägt sich auch bei der Belegung der Betten im St.-Vincenz-Krankenhaus nieder. 20 Patienten werden hier aktuell im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt. Die extra dafür eingerichtete Corona-Station ist damit voll ausgelastet, das bestätigt der Geschäftsführer der Klinik, Wolfgang Mueller.

Zudem werden zwei Patienten intensivmedizinisch behandelt, davon ist einer beatmungspflichtig. Wolfgang Mueller widerspricht der Annahme, dass es sich bei den Patienten ausschließlich um ältere Semester handelt. „In unserem Haus werden Patienten aller Altersgruppen behandelt“, sagt Mueller.

Datteln: Klinik-Chef reagiert auf falsche Meldungen in sozialen Netzwerken

Der Geschäftsführer bestätigt, dass sich aktuell 31 Mitarbeiter des Hauses in Quarantäne befinden. „Das sind rund 40 Prozent weniger als noch in der Vorwoche“, sagt Mueller. Entgegen anderslautender Meldungen in sozialen Netzwerken würde natürlich keiner dieser Mitarbeiter arbeiten. „Wie sind da sehr streng und gründlich“, sagt Mueller. „Wer Symptome zeigt, wird sofort nach Hause geschickt. Erst wenn eine Infektion durch einen Negativ-Test ausgeschlossen werden kann, treten die Mitarbeiter ihren Dienst wieder an.“

Unsere Erstberichterstattung: Seit dem „Lockdown-Light“ sind Besuche im Krankenhaus eigentlich untersagt. Das St.-Vincenz-Krankenhaus hatte aber wie andere Kliniken auch eine abweichende Regel eingeführt. Stationäre Patienten konnten im Dattelner St.-Vincenz-Krankenhaus alle fünf Tage Besuch von einer Person empfangen. Diese Regelung gilt mit sofortiger Wirkung nicht mehr. Stattdessen hat das Dattelner Krankenhaus wegen der aktuellen Corona-Lage einen generellen Besucherstopp auf unbestimmte Zeit verhängt.

Einzige Ausnahme ist gewissermaßen der Anfang und das Ende des Lebens, sagt die kaufmännische Direktorin des Dattelner Krankenhauses, Birgit Stahnke, auf Anfrage unserer Redaktion. Väter dürfen weiterhin bei der Geburt mit in den Kreißsaal. Besuche sind auch möglich, wenn ein Angehöriger im Sterben liegt.

Datteln: Falschmeldung machte die Runde

Den Gerüchten, dass das St.-Vincenz-Krankenhaus in Datteln keine Patienten mehr aufnimmt, widerspricht Stahnke. Eine Falschmeldung, betont sie. Allerdings hat sich das St. Vincenz wie viele andere Kliniken in der Region auch bei der Leitstelle der Feuerwehr von der Notfallversorgung abgemeldet.

„Ansonsten machen wir normal weiter“, sagt die Direktorin. „Es ist natürlich nicht einfach im Moment, aber wir sind weiter handlungsfähig. Aber wir müssen alles tun, um Mitarbeiter und Patienten zu schützen.“ Auch das St. Vincenz in Datteln hat coronabedingt Personalausfälle zu verkraften. Nach Angaben von Birgit Stahnke sind aktuell 56 Mitarbeiter – Pflegepersonal und Ärzte – in Quarantäne. Das führt dazu, dass aufschiebbare Eingriffe verschoben werden.

Datteln: Ein Corona-Patient ist auf der Intensivstation

Laut Birgit Stahnke sagen aber auch Patienten aus freien Stücken ihre geplante Operation wegen der Corona-Situation ab, wenn es medizinisch vertretbar ist. Eine Station in dem Dattelner Krankenhaus ist aufgrund der angespannten Personalsituation geschlossen worden, um das Pflegepersonal zu bündeln.

Am letzten Wochenende war auch die Unfallchirurgie geschlossen. Auch Bereiche im Wahlleistungsbereich sind heruntergefahren worden. Die eigentliche Corona-Situation ist am St. Vincenz überschaubar. Laut Birgit Stahnke sind derzeit 14 Covid-19-Patienten stationär aufgenommen worden. Ein Corona-Patient befindet sich auf der Intensivstation.

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