Bürgermeister André Dora setzt auf die Vernunft der Dattelner Bürger.
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Bürgermeister André Dora setzt auf die Vernunft der Dattelner Bürger.

Nach Wiederwahl

André Dora vor der zweiten Amtszeit: Das möchte der Bürgermeister nun anpacken

  • Stephan Rathgeber
    vonStephan Rathgeber
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Am Mittwoch startet die zweite Amtszeit von André Dora. Wir sprachen mit dem Bürgermeister über seine Schwerpunkte.

In der nächsten Woche kommt der neue Stadtrat zu seiner konstituierenden Sitzung im Forum des Berufskollegs Ostvest zusammen. Ganz oben auf der Tagesordnung steht die Vereidigung von Bürgermeister André Dora, der in seine zweite Amtszeit geht. Die letzten sechs Jahre waren unter anderem geprägt von der Umsetzung großer Projekte wie der Bau der beiden Sportparks oder dem Baubeginn der neuen Gebäude für den Gesamtschulstandort in Hachhausen. Vergleichbar große Maßnahmen wird es in den kommenden fünf Jahren seiner Amtszeit aber nicht geben. Ein Grund dafür: Corona engt die finanziellen Spielräume von Rat und Verwaltung erheblich ein, wie Dora im Gespräch mit unserer Redaktion betont.

Dennoch steht einiges auf der Agenda des Verwaltungschefs, das er gemeinsam mit der Politik den Weg bringen möchte. Er möchte das vorhandene Geld insbesondere für die Instandhaltung der Gebäude nutzen, vor allen bei den Schulen. Dora ist bemüht, dafür Fördermittel zu bekommen. „Wenn wir unsere Infrastruktur auch noch in vielen Jahren nutzen wollen, müssen wir investieren.“

Digitalisierung von Schulen steht in Datteln ganz oben auf der Liste

Das Thema Digitalisierung an Schulen steht ganz oben auf der To-do-Liste Doras: „Alle Schulen müssen ein Medienkonzept erarbeiten. Unser Bestreben ist es, für Datteln ein einheitliches System von Klasse 1 bis zum Abitur und keine Insellösungen zu installieren. So soll vermieden werden, dass Schüler beispielsweise in der Grundschule ein Android-Gerät nutzen, und wenn sie zur weiterführenden Schule gehen, stehen dann Apple-Geräte zur Verfügung. Aber wir sind hier am Ball“, sagt Dora.

Mit dem Gymnasium sei man in Sachen Schulerweiterung im Gespräch. Die Umstellung auf G9 erfordere zusätzlichen Platz für den Schulbetrieb, sagt Dora. Ob es einen Anbau an der Dependance in Hagem oder am Hauptgebäude am Südring gibt, sei allerdings noch offen.

Auch bei den Kita-Plätzen werde man um einen weiteren Neubau nicht umhinkommen, um insbesondere das Defizit im U-3-Bereich abzubauen. Dora schwebt in dem Zusammenhang ein Haus der Familie vor, in dem zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden, gleichzeitig aber auch am Nachmittag niederschwellige Betreuungsangebote für Jugendliche. Ein möglicher Standort dafür ist aus Sicht Doras das Gelände der ehemaligen Ringschule.

Verwaltungsintern will der Bürgermeister daran arbeiten, dass sich die Verwaltung noch mehr als Dienstleister für die Bürger versteht. Das Bürgerbüro sei da ein Aushängeschild. Aber es gebe im Rathaus noch einige Bereiche, wo man besser werden könne. Dora will auf jeden Fall weiter ausbilden.

Stadt Datteln sind die Hände gebunden

Hinsichtlich neuer Gewerbegebiete – und damit verbunden neuen Arbeitsplätzen – spielt das Gelände des Altkraftwerks eine zentrale Rolle in den Plänen Doras. Allerdings wird das noch Jahre dauern. Und bis dahin sind der Stadt die Hände gebunden, denn der RVR, der als Regionalbehörde zuständig ist, wie viel Gewerbeflächen ausgewiesen werden dürfen, sagt bislang Nein. „Der RVR rechnet die Fläche des Altkraftwerks an, deshalb dürfen wir nicht weitere Flächen ausweisen“, erläutert Dora. Er hofft, dass das neugewählte Ruhrparlament hier ein Umdenken zulässt und nicht nur die Interessen der großen Hellweg-Städte im Auge hat.

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