Kneipenwirt Dimitrios Koskeridis hofft auf bessere Zeiten.
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Kneipenwirt Dimitrios Koskeridis hofft auf bessere Zeiten.

Folgen der Corona-Krise

Für einige Dattelner Wirte könnte die Sperrstunde das Aus bedeuten

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Seit gut einer Woche gelten auch für die Datteln die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Für mindestens eine Kneipe könnte das sogar das Ende bedeuten.

Für Paul Rogowitz, Wirt der König Klause im Dattelner Stadtteil Meckinghoven, könnte das Jahr ein unschönes Ende nehmen. Schon jetzt kämen nur noch Stammgäste vorbei, um ein oder zwei Bierchen zu trinken. „Ich kann die Leute ja auch verstehen“, sagt Rogowitz. „Zum einen kommt so keine Stimmung auf. Zum anderen haben gerade die älteren Gäste auch Angst.“ Maximal 20 Gäste darf der Wirt aktuell aufgrund der Corona-Pandemie in seiner Kneipe bewirten.

Krone-Wirt Dimitrios Koskeridis kann sich gerade so noch über Wasser halten.  „Aber jede weitere Einschränkung kann für uns das Ende bedeuten“, sagt er. Denn sollte die Sperrstunde von derzeit 0.00 Uhr auf 23 Uhr vorverlegt werden, kommt ein neues Problem zu den eh schon vorhandenen dazu.

Datteln: König Klause könnte zum Jahreswechsel schließen

Fußballspiele würden in der Regel um 21 Uhr beginnen, sagt Koskeridis, der die Krone in der Innenstadt von Datteln betreibt. „Die Leute werden dann sicher nicht mehr kommen, wenn sie davon ausgehen müssen, dass sie eine Verlängerung nicht mehr sehen können.“ Paul Rogowitz spricht offen aus, was andere Gastronomen seit Monaten Bauchschmerzen bereitet.

„Das ist ganz einfach“, sagt Paul Rogowitz, „und da will ich ehrlich sein. Wenn es so weitergeht, dann muss ich die Klause zum Jahreswechsel abgeben.“ Zum Glück müsse er nicht von den Einnahmen der kleinen Kneipe in Meckinghoven leben. „Dann hätte ich längst nichts mehr zu Futtern auf dem Tisch.“ Dimitrios Koskeridis sagt, dass ihm nur die Hoffnung bleibe. „Es muss weitergehen. Irgendwie“, sagt er und zuckt nur mit den Schultern.

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