Wird nach 16 Jahren den Rat der Stadt Datteln verlassen: Peter Amsel.
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Wird nach 16 Jahren den Rat der Stadt Datteln verlassen: Peter Amsel.

Dattelner Stadt Partei

„Die wollten mich in die rechte Ecke drücken“: Ratsmitglied verzichtet auf sein Mandat - das sind die Gründe

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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Peter Amsel verzichtet auf sein Ratsmandat - die Angriffe von zwei gewählten Ratsmitgliedern seien unter anderem Gründe für den Verzicht.

Nach 16 Jahren im Rat wollte Peter Amsel (66) trotz Austritts aus der FDP nicht einfach aufhören. Er schloss sich seiner ehemaligen Fraktionspartner-Partei, der Dattelner Stadt Partei (DSP), an. Mit 336 Stimmen (2,5 Prozent) landete die DSP noch hinter den Neulingen von „Die Partei“ auf dem letzten Platz bei der Stadtratswahl – für einen Sitz reichte es trotzdem.

Doch für Amsel steht fest: „Wir haben unser Wahlziel – die Fraktionsstärke – verpasst.“ Und ohne Rederecht, mit eingeschränkten Antragsmöglichkeiten sowie einer Mehrbelastung als Einzelkämpfer will Amsel das Mandat nicht antreten. Doch es gibt auch persönliche Gründe.

Datteln: Berufliche Belastung und Arbeit als Vorsitzender des Stadtsportverbandes

Im Zuge der Corona-Pandemie sei der Arbeitsaufwand in seinem Steuerberater-Büro deutlich größer geworden. Hinzu kommen die Aufgaben als Vorsitzender des Stadtsportverbandes. „Schaffst du das alles noch?“, habe Amsel sich gefragt. Das Ergebnis: Er überlässt das Ratsmandat der DSP Manfred Krause (78). Der war eigentlich auf Platz eins der Reserveliste geführt, verzichtete dann aber eigentlich, um Amsel den Vortritt zu lassen.

Datteln: Mit zwei Politikern wollte Peter Amsel nicht in einem Raum arbeiten

Doch es gibt einen weiteren Grund, warum Amsel nicht dem neuen Rat in Datteln angehören möchte. „Mit zwei Personen möchte ich nicht in einem Raum zusammenarbeiten“, sagt er. Namentlich seien das Markus von Gilardi („Die Partei“) und Mo El-Zein (Grüne).

Mit von Gilardi hätte er sich Fraktionsgespräche vorstellen können, doch er und die Satire-Partei hätten daraufhin Amsel öffentlich in sozialen Netzwerken angegriffen. „Und wollten mich in die rechte Ecke drücken“, sagt Amsel. Auch Mo El-Zein habe ihn „mit der UBP in einen Topf geworfen“. „Das nehme ich den beiden richtig krumm“, sagt das langjährige Ratsmitglied.

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