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Eine Nahaufnahme des Eichenprozessionsspinners

Eichenprozessionsspinner

Wieder Ärger mit dem Spinner: Betroffene Anwohner in Datteln ergreifen nun die Initiative

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Die Anwohner des Oelmühlenweges in Datteln haben weiter Ärger mit dem Eichenprozessionsspinner. Weil die Stadt nicht unternimmt, wollen sie nun selber aktiv werden.

Knapp 500 Mal musste die Stadt bisher ausrücken, um gemeldete Nester des Eichenprozessionsspinners zu bekämpfen. Dabei sprühten sie die Nester aber nur eingesprüht und nicht abgesaugt. Nun fallen die Nester auf die Straße. Die Saison des Eichenprozessionsspinners ist eigentlich vorüber, aber den Anwohnern des Oelmühlenwegs macht er immer noch Ärger.

Datteln: Nester fallen von den Bäumen - Anwohner werden tätig

„Schon vor einigen Wochen fielen die ersten Nester von den Bäumen herab auf die Straße“, berichtet Boris Goldhagen. „Beseitigt haben wir die Nester selber.“ Stadtsprecher Dirk Lehmanski verweist darauf, sich bei der Stadt zu melden, wenn heruntergefallene Nester gefunden werden.

Die Oelmühlenweg-Anwohner hoffen jetzt, dass die Stadt wenigstens frühzeitig Präventivmaßnahmen ergreift, um für 2020 eine Plage wie in diesem Jahr zu vermeiden. Verlassen will man sich darauf aber nicht. Deswegen ist man der Stadt schon einen Schritt voraus.

Datteln: Anwohner wollen sich Unterstützung aus der Luft holen

„Es nützt ja nichts, immer nur zu warten, ob die Stadtverwaltung sich irgendwann einmal bewegt“, sagt Boris Goldhagen. Die Idee der Anwohner: Sie bauen Meisen-Nistkästen und die Stadtverwaltung lässt diese dann in den Bäumen anbringen. „Die Vögel sind die natürlichen Gegner der Eichenprozessionsspinner“, so Goldhagen. Dieses Angebot wolle die Stadt laut Lehmanski gerne annehmen. 

Boris Goldhagen und seine Nachbarn wollen nun zeitnah in die Produktion der Nistkästen einsteigen. „Es deutet sich sogar an“, so Goldhagen, „dass sich ein Sponsor für die Kästen gefunden hat, der die Kosten für das Bauholz übernehmen will.“

Der Eichenprozessionsspinner verursachte knapp 18.000 Euro an Kosten, die letztendlich der Steuerzahler zu tragen hat.

Auf die Warnschilder

warten die Anwohner des Oelmühlenweges noch heute.

Neu war die Plage im Jahr 2019 nicht, eine Gegenmaßnahme bleibt aber noch aus.

Eichenprozessionsspinner: Baubetriebshof der Stadt Oer-Erkenschwick baut 50 "Wohnungen" für 100 neue "Mitarbeiter".

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