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Die Fahne der MLPD war beim Protestmarsch deutlich zu erkennen

Fridays for Future

MLPD-Fahne sorgt bei der Klima-Demo in Datteln für Ärger - gibt es ein rechtliches Nachspiel?

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Ein Streit zwischen Mitgliedern der Partei MLPD und den Veranstaltern von Fridays-for-Future Datteln sorgte für ein frühes Ende der Demo. Nun könnte ein rechtliches Nachspiel folgen.

Unter den knapp 250 Demonstranten, die am Protestmarsch vom Neumarkt zum Kraftwerk Datteln 4 teilnahmen, waren auch zwei Mitglieder der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands (MLPD) dabei, die Flyer und Plakate ihrer Partei dabei hatten. Das sorgte bei den Veranstaltern für Ärger. Die Fridays-for-Future-Bewegung spricht sich grundsätzlich für ein Verzicht auf Parteiwerbung bei den Demonstrationen aus.

Da sich dieser Konflikt zwischen Fridays-for-Future-Aktivisten und MLPD-Anhängern schon bei Demos in anderen Städten im Ruhrgebiet ähnlich ereignet hatte, war Veranstaltungsleiter Majewski bereits vorgewarnt und handelte prompt.

Dass sie dort nicht erwünscht sei, bekam Sabine Leopold von der MLPD schon am Neumarkt zu spüren. „Herr Majewski war uns gegenüber sehr aggressiv“, so Leopold. „Auch unsere Fahnen wollte er verbieten.“ Die Parteivertreter liefen trotzdem mit zum Kraftwerk und ergriffen dort angekommen auch das Mikrofon für einen Wortbeitrag.

Datteln: Veranstalter wünscht keine Partei-Werbung

Bevor sie aber ein Wort sprechen konnten, schaltete Carsten Majewski die Lautsprecheranlage aus. „Denn die machen knallhart Werbung für die MLPD und wanzen sich an die Bewegung an“, sagt er.

Auch nachdem Majewski ein "hochoffiziellen" Ausschluss von der Veranstaltung ausgesprochen hatte, blieben die MLPD-Mitglieder inmitten der Demonstranten stehen. Daraufhin beendete der Veranstaltungsleiter die Demo etwas früher als geplant.

Datteln: MLPD-Mitglied rechnet mit Anzeige

Nach den Streitigkeiten rechnet Sabine Leopold nun damit, dass Anzeige gegen sie erstattet werde. Auch sie will rechtliche Schritte gegen Carsten Majewski prüfen lassen. Das kann der Veranstaltungsleiter nicht bestätigen. „Wir lassen uns bei der nächsten Demo einfach etwas dafür einfallen“, sagt er. Allerdings könnten Mitstreiter der Fridays-for-Future-Gruppe aus Recklinghausen nach Majewskis Wissen eine Anzeige erstatten.

Bei der Polizei eingegangen ist laut Ramona Hörst derweil noch keine Anzeige. "Nach unseren Informationen soll aber noch eine Anzeige gefertigt werden", sagt sie.

Bei einer Demo in Recklinghausen erntete die MLPD Buh-Rufe

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