Die Feuerwehr musste sich den Flammen von drei Seiten nähern. Auch eine Drehleiter kam zum Einsatz.
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Die Feuerwehr musste sich den Flammen von drei Seiten nähern. Auch eine Drehleiter kam zum Einsatz.

Einsatz am frühen Morgen

Feuer in der Dattelner Beisenkampsiedlung - Die Ursache steht fest

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Der Schock der Bewohner einer Doppelhaushälfte in der Beisenkampsiedlung sitzt tief. In der anderen Hälfte des Zechenhauses war ein Feuer ausgebrochen. Nun ist auch ihr Bereich unbewohnbar.

Update, 30. April, 16.08 Uhr: Schon einen Tag nach einem Dachstuhlbrand an der Oberschlesienstraße melden die Brandermittler der Polizei erste Erkenntnisse zur Brandursache. Demnach gehen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung durch selbstentzündliche Materialien aus.

Durch falsche Lagerung eines Mittels zur Holzbearbeitung habe sich dieser selbst entzündet. „Solche Fälle sind zwar eher ungewöhnlich“, sagt Pressesprecher Andreas Lesch. „Aber sie kommen immer mal wieder vor.“ Nach ersten Schätzungen der Polizei ist ein Sachschaden von mindestens 100.000 Euro entsanden.

Unsere Erstberichterstattung:

Am Donnerstagmorgen, um 5.51 Uhr, wurde die Dattelner Feuerwehr zu einem Einsatz an der Oberschlesienstraße in der Beisenkampsiedlung gerufen. Dort stand der Dachstuhl eines Zechenhauses in Flammen. Aufgrund der unübersichtlichen Situation vor Ort wurde auch der Löschzug aus Horneburg hinzugezogen.

Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer in der rechten Doppelhaushälfte ausgebrochen, vermutlich im Bereich des Kamins. Von dort aus bahnten sich die Flammen ihren Weg in den Giebel des Hauses. Der 50 Mann starke Einsatztrupp der Dattelner Feuerwehr näherte sich dem Feuer von mehreren Seiten, wie Theo Berkel erklärt.

Zwei Trupps begannen die Löscharbeiten über die anliegenden Gärten, ein Team löschte von der Drehleiter aus. Feuerwehrchef Theo Berkel lobt an dieser Stelle die Hilfsbereitschaft der Nachbarn. Ohne zu zögern hätten die Bewohner rechts neben dem in Flammen stehenden Hauses ihre Türen geöffnet, sodass die Feuerwehr Wasserschläuche durch die Küche in den Garten verlegen konnte und von dort aus die Löscharbeiten ausüben konnte.

Datteln: Feuerwehrtrupps nähern sich den Flammen von drei Seiten

Kurze Zeit später bahnten sich Einsatztrupps unter Verwendung von Atemschutzgeräten ihren Weg ins Innere der beiden Haushälften. Die Treppe zum Dach der rechten Haushälfte sei jedoch schon abgebrannt gewesen, erklärt Theo Berkel. In der Zwischenzeit war auch ein Westnetzmitarbeiter am Ort des Geschehens angekommen. Er trennte das Haus vom Stromnetz und stellte auch die Gaszufuhr für den betroffenen Bereich ab.

Nach Informationen unserer Redaktion konnten sich die Bewohner der linken Haushälfte das Gebäude rechtzeitig verlassen. „Glücklicherweise wurde niemand verletzt“, sagt Berkel. „Aber das Haus ist nicht mehr bewohnbar.“ Auch wenn die Anwohner das Haus frühzeitig verlassen konnte, der Schock sitzt tief. „Ich wünschte, ich könnte das einfach zurückspulen“, sagt die Bewohnerin der linken Haushälfte.

Datteln: Aufmerksame Spaziergänger melden Brand

In der rechten Haushälfte wurde noch saniert, berichten Anwohner der Straße. „Aber die Leute wollten wohl demnächst einziehen“, berichtet einer der Nachbarn. Zur Brandursache konnte Feuerwehrchef Theo Berkel am Morgen noch keine Aussagen machen.

Spaziergängern ist es wohl zu verdanken, dass das ganz große Unglück ausblieb. Wie Theo Berkel, Chef der Dattelner Feuerwehr am Morgen erklärt, hatten aufmerksame Beobachter, die auf ihrer Hunderunde unterwegs waren, das Feuer in dem für die Beisenkampsiedlung typischen Haus entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert.

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