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Beim Eintreffen der Feuerwehr zogen bereits dichte Rauchwolken aus der Dachgeschosswohnung auf.

Mutmaßlicher Täter in Forensik

Verdacht bestätigt: 33-Jährige wurde vor dem Brand in Datteln erstickt

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  • Fabian Hollenhorst
    Fabian Hollenhorst
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Schon vor dem Brand in der Dachgeschosswohnung an der Holtbredde 12a in Datteln war die 33-jährige Frau tot. Sie wurde gewaltsam erstickt.

Update, 15. Oktober, 17.30 Uhr

Die Obduktion der Leiche habe laut Polizei und Staatsanwaltschaft eindeutig ergeben, dass es vor dem Brand an der Holtbredde 12a zu einem Gewaltverbrechen kam. Tatverdächtig ist ein 45 Jahre alter Dattelner, der schwer verletzt auf dem Balkon der Nachbarwohnung im Haus gefunden wurde. Nach notärztlicher Versorgung wurde er festgenommen. Offenbar wollte er sich nach der Tat und dem Legen des Feuers das Leben nehmen.

Laut Polizei habe es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes gegeben. Der Tatverdächtige wurde am Dienstag einem Richter am Amtsgericht Recklinghausen vorgeführt. Dieser veranlasste die Unterbringung in einer forensischen Klinik. Die Wohnung, in der der Brand ausbrach, habe der 45-jährige Mann bewohnt. Die verstorbene Frau bewohnte die Nachbarwohnung. Nach unseren Informationen standen das Opfer und der mögliche Täter in keiner festen Beziehung.

Mordkommission ermittelt in Datteln | cityInfo.TV

Mordkommission ermittelt in Datteln | cityInfo.TV

Datteln: Feuerwehr kann erneuten Brand nicht erklären

Mit insgesamt 45 Einsatzkräften war die Feuerwehr am Montag beim Wohnungsbrand zur Holtbredde 12a ausgerückt. Wie es zu dem späteren, erneuten Brand kommen konnte, kann sich Feuerwehr-Chef Theo Berkel nicht erklären:„Wir haben den kompletten Bereich, also Dachwohnung und Dachboden mit einer Wärmebildkamera gründlich abgesucht und nichts mehr entdeckt“, so Berkel auf Anfrage. Am Abend leistete die Feuerwehr noch der Mordkommission technische Hilfe in Form von Beleuchtungen, um die Ermittlungen schnell voran zu treiben. 

Update, 14. Oktober, 16.45 Uhr: Eigentlich war die Feuerwehr bereits wieder von dem Haus an der Holtbredde 12a abgerückt und die Ermittlungen der Mordkomission in vollem Gange, doch gegen 14.35 Uhr heulten die Sirnen in Datteln erneut auf. Wieder ging es für die Einsatzkräfte der Wehr an die Holtbredde. Aus dem durch den Brand offenliegenden Dachstuhl zogen erneut Rauchwolken auf. 

Die Ursache konnte sich die Feuerwehr nicht erklären, löschte aber mit dem Schlauch nochmals nach, ehe eine Gruppe Einsatzkräfte nochmals in die Wohnung geschickt wurde. Sicherheitshalber rückte die Feuerwehr daraufhin nicht mit der ganzen Mannschaft ab, sondern ließ eine dreiköpfige Brandwache für den Notfall vor Ort. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern derweil an.

Update, 14. Oktober, 14.45 Uhr: In einer gemeinsamen Stellungnahme verkünden Staatsanwaltschaft und Polizei, dass die gerettete Person von dem Nachbarbalkon notärztlich versorgt und daraufhin festgenommen wurde. Nach unseren Informationen soll sich der Mann die Pulsadern aufgeschnitten haben. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft besteht dringender Verdacht, dass der Mann mit dem Tod der Frau in Verbindung gebracht werden kann.

Die Polizei war bereits vor der Feuerwehr an dem brennenden Haus. Anwohner hatten den Einsatzkräften einen lautstarken Streit aus dem Haus an der Holtbredde 12a gemeldet.

Mordkommission ermittelt: Tote bei Brand in Datteln | cityInfo.TV

Mordkommission ermittelt nach Totenfund in brennender Wohnung in Datteln | cityInfo.TV

Update, 14. Oktober, 13.45 Uhr: Gegen 14.35 entdeckte die Feuerwehr auf dem Balkon der Nachbarwohnung eine noch lebende Person, die zurzeit von den Einsatzkräften gerettet wird. 

Die erste Meldung: Die Flammen in der Wohnung an der Holtbredde 12a hatten die Einsatzkräfte der Dattelner Feuerwehr zügig im Griff, das Leben einer Frau konnten sie aber nicht mehr retten. Beim Eintreffen zogen bereits dichte Rauchwolken aus der Dachgeschosswohnung auf. Als die Feuerwehrleute sich Zugang zu den Räumlichkeiten verschafften, fanden sie auf dem Boden liegend die Leiche einer Frau. 

Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt. Die Polizei alarmierte das zuständige Fachkommissariat.

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