Folgen der Corona-Pandemie

Im Überlebensmodus: Dattelner Gastronomen denken nicht daran aufzugeben

  • Sebastian Balint
    vonSebastian Balint
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Seit zwei Monaten kämpfen landesweit ganze Branchen ums Überleben im Corona-Lockdown. Den Dattelner Gastronomen fehlt vor allem eins: Planungssicherheit.

Seit dem 14. Dezember befindet sich das Land im zweiten Lockdown seit Beginn der Corona-Pandemie. Auch das öffentliche Leben in der Dattelner Innenstadt ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen, denn Handel, Gastronomie und viele Dienstleister mussten ihre Geschäfte schließen. Einige versuchen, durch Abhol- oder Lieferangebote anfallende Verluste zu kompensieren.

Beate Mertzen betreibt zusammen mit ihrem Ehemann Michael das Hafenrestaurant an der Hafenstraße in Datteln. Den Versuch, an den Wochenenden durch das Abholangebot ausreichend Geld einzuspielen, um zumindest die laufenden Kosten zu decken, erklären sie für gescheitert. „Unser To-Go-Angebot hat uns überhaupt nicht geholfen, um unsere Verluste auch nur annähernd auszugleichen“, sagt Beate Mertzen. „Wir machen das im Grunde nur, damit unsere Gäste wissen, dass wir noch da sind.“

Auch wenn die Zapfhähne stillstehen, ihr Lachen hat Beate Mertzen nicht verloren.

Datteln: Koch arbeitet jetzt im Einzelhandel

Angaben darüber, wie viele Speisen an einem der Liefer-Wochenenden über die Theke gehen, möchte Beate Mertzen nicht machen. „Zu wenig auf jeden Fall“, sagt sie. Das Wirtspaar befasst sich sogar mit dem Gedanken, das Angebot schon bald einzustellen, denn im Moment müssen sie alles ganz allein stemmen. „Unser Koch hat mittlerweile gekündigt“, berichtet Beate Mertzen. „Nicht, weil es ihm bei uns nicht gefällt. Das Kurzarbeitergeld reichte einfach nicht aus. Er arbeitet jetzt im Einzelhandel.“

Um das Hafenrestaurant gewinnbringend zu betreiben, hatte das Ehepaar neben dem Speisenangebot vor allem auf Gruppen und Vereine gesetzt, die regelmäßig den großen Saal angemietet hatten. Diese Einnahmen fehlen nun seit Monaten. „Das hat uns ein riesen Loch in die Kasse gerissen“, sagt Beate Mertzen. Sie hofft auf Lösungen, die den weiteren Betrieb ihres Lokals möglich machen. Auf der anderen Seite des Kanals kämpft Liliane Stegemann ums Überleben des Restaurants Am Ankerplatz. Im Gegensatz zu Beate und Michael Mertzen hat sie auf ein Lieferangebot verzichtet. „Das lohnt sich für uns nicht“, sagt sie.

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Rubriklistenbild: © Martin Paplatz

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