Von Bürgermeister bis Schüler: Dattelner appelieren an das Tragen der Masken.
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Von Bürgermeister bis Schüler: Dattelner appelieren an das Tragen der Masken.

Aufruf: Tragen Sie eine Maske!

Höchste Inzidenz im Kreis Recklinghausen: Maskenpflicht wird in Datteln erweitert - mehr als 100 Verstöße

  • Fabian Hollenhorst
    vonFabian Hollenhorst
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  • Uwe Wallkötter
    Uwe Wallkötter
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In Datteln ist der Inzidenzwert seit Wochen alarmierend. Trotzdem halten sich viele nicht an die Maskenpflicht.

Seit dem Lockdown-Light hat der Ordnungsdienst mehr als 130 Bußgeldverfahren gegen Maskenverweigerer eingeleitet. All das sind erschreckende Zahlen, die uns dazu veranlassen, noch einmal eindringlich an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu appellieren: Bitte tragen Sie eine Maske!

Diesen Appell können Wolfgang Mueller, Geschäftsführer des St. Vincenz-Krankenhauses, und Dr. Lutz Uflacker, Chefarzt und Corona-Koordinator am Dattelner Krankenhaus, nur unterstützen. „Wir können nur tagtäglich predigen, dass sich die Menschen so verhalten, als sei ihr Gegenüber oder sie selbst positiv getestet. Das gilt insbesondere auch den geliebten Menschen gegenüber. Man darf nicht vergessen, dass man sich unbemerkt infiziert und so unwissentlich das Virus verbreitet“, sagt Dr. Uflacker. Deshalb komme man neben anderen Schutzmaßnahmen an dem Tragen der Maske nicht vorbei.

Datteln: Chefarzt hat kein Verständnis für Lockerungen an den Weihnachtsfeiertagen

Der Chefarzt zeigt im Gespräch mit unserer Redaktion keinerlei Verständnis für die von der Politik beschlossenen Lockerungen an den Weihnachtsfeiertagen. „Familienfeiern sind gefährlich“, betont er. Unterstrichen wird das durch die aktuellen Corona-Zahlen für Datteln. Von den gut 200 aktuell Infizierten stammt lediglich ein Drittel aus dem Bereich der Seniorenheime. Das familiäre Umfeld ist folglich die mit Abstand größte Infektionsquelle.

Datteln: Stadt verschärft die Maskenpflicht - diese Straßen sind betroffen

Auch die Stadtverwaltung reagiert auf die hohen Infektionszahlen. Bürgermeister André Dora hat aus diesem Grund eine ab Montag, 14. Dezember, gültige Allgemeinverfügung unterschrieben, die eine erweiterte Maskenpflicht vor allem im Bereich der weiterführenden Schulen bis zum 18. Dezember 2020 vorgibt. Die Schulen werden parallel schriftlich über diesen Schritt informiert. Die erweiterte Maskenpflicht gilt von 7 bis 17 Uhr und für folgende Straßen:

  • Friedrich-Ebert-Straße (zwischen Castroper Straße und Westring)
  • Pestalozzistraße
  • Hans-Böckler-Straße
  • Südring (zwischen Castroper Straße und Friedrich-Ebert-Straße)
  • Wiesenstraße (zwischen Südring und Hagemer Kirchweg)
  • Westring (zwischen Hachhausener Straße und Südring)

Wie es weitergeht, welche Regelungen wann von der NRW-Landesregierung kommen, lässt sich aktuell nicht sagen. Die Stadtverwaltung wartet auf das, was aus Düsseldorf kommt.

Auch Bürger unterstützen unseren Aufruf, machen auch Sie mit und schicken uns ihr Maskenfoto und schreiben Sie uns ihre Erfahrung mit der Mund-Nasen-Bedeckung.

„Wir wollen unseren Einkaufsstandort so wenig wie möglich schwächen und mit wenig Schaden in das neue Jahr gehen. Tragen Sie eine Maske, damit wir den Betrieb aufrecht halten können und zum Schutz unsere Mitarbeiter und Kollegen. Wir tun es schließlich auch.“

Stephan Bröcker, Chef der Werbegemeinschaft City Partner

„Wir dürfen uns nicht alle gegenseitig anstecken. Ich trage die Maske, um andere und besonders die älteren Menschen zu schützen. Mir bereitet die Maske keine Probleme.“

Jannik Steden, 7d am Comenius-Gymnasium

„Überall dort, wo wir mit Menschen zusammentreffen, ist die Maske essenziell. Das mag uns selbst vielleicht nicht schützen, aber wir schützen damit nachweislich andere und andere schützen uns. Das ist ganz einfach und mir sehr wichtig.“

VHS-Leiterin Rosemarie Schloßer

„Weil wir mit der Maske andere schützen und wir so zeigen können, dass wir solidarisch sind. Weil wir so ein Vorbild sein können – und vorleben, was jetzt zählt. Weil wir so vielleicht schneller das Ziel erreichen, wieder unser altes Leben führen zu können.

Bürgermeister André Dora

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